Ex-VfB-Zuspieler Martin Krüger kommt mit den Netzhoppers am Samstagabend zum Kurzbesuch an den See.
Ex-VfB-Zuspieler Martin Krüger kommt mit den Netzhoppers am Samstagabend zum Kurzbesuch an den See. (Foto: günter kram)
Sportredakteur

Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde in der Volleyball-Bundesliga spitzt sich der Kampf um die vorderen Tabellenplätze weiter zu. Rein rechnerisch können noch vier Mannschaften von ganz oben in die am 30. März beginnenden Play-offs ins Rennen gehen. Die besten Chancen auf die Pole-Position hat der VfB Friedrichshafen, der mit einem Punkt Vorsprung vor den Alpenvolleys von der Tabellenspitze grüßt und am Samstag (19.30 Uhr, ZF-Arena) den Tabellenneunten Netzhoppers KW zu Gast hat.

Vor dem abschließenden Topspiel am 23. März bei der SVG Lüneburg wollen die Mannen von Vital Heynen ihren Höhenflug in der Bundesliga fortsetzen. Doch nicht nur die Häfler, die die Tabellenführung und das damit verbundene Heimrecht bis zur Finalserie verteidigen möchten, auch die Brandenburger stehen unter großem Erfolgsdruck. Die Schützlinge von Netzhoppers-Chefcoach Mirko Culic wollen das Duell um den achten Play-off-Platz gegen Bühl und auch Herrsching noch zu ihren Gunsten entscheiden – eine gute Ausgangsvoraussetzung also für spannende Ballduelle über der Netzkante, auch wenn beide Kontrahenten in der Tabelle ziemlich weit auseinanderliegen.

Mit Martin Krüger wird der VfB-Cheftrainer einen Spieler begrüßen, den er vor der Saison noch unter seine eigenen Fittiche genommen hatte. Der 25-Jährige, der bis Anfang Januar beim VfB als Zuspieler zu gelegentlichen Einsätzen kam, musste sich durch die nachträgliche Verpflichtung von Rafael Redwitz kurz vor Weihnachten nach einem anderen Job umsehen. Keine einfache Situation für den in Halle geborenen Krüger inmitten der Hauptrunde. „Die Alternative wäre für mich gewesen, dass ich weder spielen noch richtig trainieren hätte können“, ist er sich laut Pressemitteilung rückblickend sicher.

Die Möglichkeit, als Ausleihespieler vom Bodensee nach Brandenburg zu wechseln, ergab sich nach der Verletzung von Sascha Kaleck. Der in Friedrichshafen aufgewachsene und erst vor drei Jahren zu den Netzhoppers gewechselte Ex-Youngstar fällt nach einem Kreuzbandriss längerfristig aus. Die VfB-Verantwortlichen stellten den Kontakt zum Bundesliga-Konkurrenten her, lotsten Martin Krüger letztlich also nach Königs Wusterhausen.

„Um weiterhin Spielpraxis zu sammeln, wurde mir nahegelegt, einen anderen Verein zu suchen. Ich wurde ja bei den Trainingseinheiten kaum noch mit eingebaut, da sich mit drei Zuspielern schlecht Übungen durchführen lassen“, so Krüger. Der reist „unheimlich motiviert“ zum Rückspiel am Samstagabend in Friedrichshafen und will mit seinem Team den VfB – so gut es geht – ärgern. Umgekehrt dürfen sich die Häfler keinen Ausrutscher leisten, sonst ist die Poleposition in Gefahr.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen