Versorgungsbedarf im Breitbandausbau ermittelt

Lesedauer: 3 Min
 Das Breitbandnetz in Friedrichshafen soll weiter ausgebaut werden.
Das Breitbandnetz in Friedrichshafen soll weiter ausgebaut werden. (Foto: dpa/Jan Woitas)
Schwäbische Zeitung

Mit Bundes- und Landesfördermitteln kann die Stadt Friedrichshafen laut einer Pressemitteilung die Breitband-Infrastruktur dort verbessern, wo die Telekommunikationsanbieter in den nächsten drei Jahren keine Bandbreite von mindestens 30 Mbit in der Sekunde (Mbit/s) anbieten werden.

Gemeinsam mit einem externen Dienstleister seien alle Anbieter angefragt worden, um die sogenannten weißen Flecken beim Breitbandausbau zu ermitteln. Eine Befragung der Bürgerschaft sollte den konkreten Ausbaubedarf noch ergänzend erfassen. Alle, die davon ausgegangen sind, dass sie weniger als 30 Mbit/s an seinem Anschluss zur Verfügung haben, konnten sich bis Ende Mai zur Anschlussüberprüfung anmelden, schreibt die Stadt weiter. Nur ein sogenannter weißer Fleck sei bisher noch nicht bekannt gewesen. 17 der angefragten Standorte seien bereits beim Markterkundungsverfahren identifiziert worden, weitere 19 bereits mit mindestens 30 Mbit/s versorgt. Hier dürfe der Ausbau nicht von der Stadt gefördert werden. Bei 23 Standorten habe die Deutsche Telekom AG verbindlich erklärt, dass das Netz in den nächsten drei Jahren ausgebaut wird. Auch hier dürfe die Stadt nicht gesondert ausbauen. In Ettenkirch habe das zur Folge, dass in Ellenweiler, Krehenberg und Batzenweiler der Breitbandausbau von der Stadt ausgeschrieben und gefördert werden kann, in Bettenweiler jedoch auf den Ausbau der Deutschen Telekom AG gewartet werden muss.

Die Bundesfördermittel wurden laut Stadt nun beantragt, für nach den Sommerferien wird der vorläufige Förderbescheid erwartet. Dann soll auch ein Antrag auf Co-Förderung beim Land gestellt und die Ausbaugebiete ausgeschrieben werden. Bis Januar 2020 ist ein Vergabeverfahren geplant sowie Angebotsauswertung, Betreibergespräche und Konzessionsvergabe. Im April 2020 folge der endgültige Förderbescheid und im Mai soll dann die Umsetzung durch den Netzbetreiber starten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen