Bestens gelaunt singt der Popchor „60plusminus“ unter der Leitung von Uli Vollmer bei der „S(w)ing-Party IV“ der Musikschule.
Bestens gelaunt singt der Popchor „60plusminus“ unter der Leitung von Uli Vollmer bei der „S(w)ing-Party IV“ der Musikschule. (Foto: Helmut Voith)
Helmut Voith

Auf einer wunderschön herbstlich dekorierten Bühne hat die Musikschule Friedrichshafen am Sonntagabend die Gäste zur „S(w)ing-Party IV“ empfangen. Mit von der Partie waren der rund 50-köpfige Popchor „60plusminus“ unter der Leitung von Uli Vollmer, eine Lehrercombo mit Adriana Lang am Keyboard und Torsten Wenz an den Drums sowie die Junior-Rockband „Seven Sounds“.

Der Ludwig-Dürr-Saal war gut gefüllt, nach der Pause waren die Reihen deutlich gelichtet, vielen war es einfach zu laut. O-Ton: „Noch bin ich nicht hörgeschädigt, aber wenn ich noch lange bleibe...“. Dabei legte sich die Rock-Band mit Sängerin Leonie Matousek mächtig ins Zeug.

Die englischen Songs waren zwar nicht immer gut verständlich, aber mit hinreißendem Elan gesungen und gespielt. Man spürte, dass alle Beteiligten großen Spaß an ihrer Musik hatten. Trotz sehr intensivem Beifall wünschte die Band statt einer Zugabe viel Spaß mit dem Chor, der dann wieder die Bühne übernahm, und hofft, im nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden.

Den Spaß am gemeinsamen Singen sah man auch der Generation „60plusminus“ an, die in buntem Outfit bestens gelaunt auf der Bühne sang und swingte und zum Mitsingen einlud. Im ersten Teil waren es fast durchwegs deutsche Lieder und Songs, darunter Ohrwürmer wie Peter Igelhoffs „Wir machen Musik“ oder Nenas „Wunder geschehen immer wieder.“ Nostalgischen Charme brachte Gilberts „Irgendwo auf der Welt“ ein. Neuzugang Jens Ammelung steuerte als Solist eigene Lieder und Texte bei, die mit „Das läuft nicht mehr“ oder „Rentner haben keine Zeit“ die Generation 60plus augenzwinkernd betrachteten. Vergnügt feierte der Chor das Ploppen bei „Lollipop“.

Warum aber immer wieder zu laut aufgedrehter Playback-Musik gesungen wurde, wo doch mit Adriana Lang am Keyboard und Flügel und Torsten Wenz an den Drums potente Begleiter dabei waren, die den Chor nicht zudeckten, hat sich nicht erschlossen. Nach der Pause gab es überwiegend englischsprachige Klassiker zu hören, die die Chormitglieder sicher an die eigene Tanzstundenzeit erinnerten.

„Dancing Queen“, „All you need is love“ und „Barbar‘ Ann“ ließen viele mit den Füßen wippen, doch so richtig loslegen wollte trotz der animierenden Moderatorin Ingrid Kunze niemand, nicht einmal bei „Rock around the Clock“.

Das Publikum im gesetzten Alter war eher zum Zuhören gekommen. Jedenfalls hat das Konzert der Musikschule Friedrichshafen allen Beteiligten viel Spaß gemacht.

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