Verdi ruft zu Streik im öffentlichen Dienst auf

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 Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte um mindestens sechs Prozent.
Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte um mindestens sechs Prozent. (Foto: dpa/Jan Zawadil)
Schwäbische Zeitung

Die Gewerkschaft Verdi ruft am Mittwoch, 11. April, im Bezirk Oberschwaben alle Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten der Dienststellen des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen (VKA) zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Das teilt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung mit.

In Friedrichshafen treffen sich die Teilnehmer zwischen 10 und 10.30 Uhr am Hafenbahnhof/Romanshorner Platz zur Registrierung. Um 11 Uhr zieht der Demo-Zug zum Rathaus und dann weiter zum Buchhornplatz. Die Hauptkundgebung wird Hanna Binder, stellvertretende Landesbezirksleiterin von Verdi Baden-Württemberg halten.

Die Gewerkschaft fordert – nach- dem auch die zweite Verhandlungsrunde der Tarif- und Besoldungsrunde mit dem Bund und den Kommunen ohne ein Ergebnis und ohne Angebot vertagt worden ist – weiterhin die Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um sechs Prozent, um mindestens um 200 Euro. Außerdem will sie eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro mit einer Laufzeit von zwölf Monaten erzielen sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und die Tarifierung der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikantenverhältnisse. Zudem fordert sie eine Anhebung des Nachtarbeitszuschlags in Krankenhäusern auf 20 Prozent.

Die Arbeitgeber seien nicht bereit, die Höhe oder die Struktur unserer Forderung zu akzeptieren, heißt es in der Mitteilung. Der geforderte Mindestbetrag werde von den Arbeitgebern als falsch und gefährlich abgetan. Ihnen sei es wichtig, in den höheren Entgeltgruppen stärkere Entgeltsteigerungen zu ermöglichen. Damit liegen der Arbeitgeber und die Vertreter von Verdi in zentralen Punkten fundamental auseinander.

Trotz „Festtagsstimmung“ in der Wirtschaft und hohen Steuereinnahmen seien die Arbeitgeber nicht bereit, die Arbeit im öffentlichen Dienst entsprechend zu würdigen. Verdi fordert eine deutliche Lohnerhöhung für alle Beschäftigten – die unteren und mittleren Einkommen sollen deutlich angehoben werden.

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