Vegetarier rufen zur friedlichen Revolution auf

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Rund 60 Tierfreunde haben am Samstag in Friedrichshafen demonstriert.
(Foto: Gunthild Schulte-Hoppe)

Zum Schutz der Tiere sind am Samstag rund 60 Demonstrierende schweigend durch die Häfler Innenstadt gezogen. In der anschließenden Kundgebung auf dem Buchhornplatz machten die Vertreter des Vegetarierbundes ihre Standpunkte deutlich. Der Vegetarierbund spricht sich für ein „Ende der quälenden Massentierhaltung“ ebenso aus wie für eine „Natur ohne Jagd“ und „Medizin ohne Tierversuche“. Mit plakativen Bildern und Sprüchen wie „Fleisch ist ein Stück totes Tier, Tiere wollen leben so wie wir“ regten die Demonstrierenden zum Nachdenken an.

„Wir wollen den Tieren unsere Stimme verleihen“, sagte Reiner Degen. Mit der Schweigedemonstration und Kundgebung wollten die Tierschützer unterstreichen, dass Tierschutz eine sittliche Pflicht im Interesse der Menschlichkeit ist und dass Tiere nicht entwürdigend und gleichgültig behandelt werden dürfen. Der Frieden für Tiere sei eng mit dem Frieden in der Welt verknüpft. „Dadurch werden Konflikte um knappe Ressourcen entschärft“, so Degen.

Auch medizinische Tierversuche lehnen die Demonstranten ab. Schließlich würden 92 Prozent der an Tieren positiv erprobten Medikamente anschließend im klinischen Test durchfallen. Daher steht für den Vegetarierbund fest: „Die Zeit ist reif für eine friedliche Revolution“, so Reiner Degen.

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