Ursache für Feuer in Hotel-Tiefgarage ist gefunden

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Schwäbische Zeitung

Die Feuerwehr Friedrichshafen hat am Samstagvormittag einen Brand in der Tiefgarage des Hotels Traube in Friedrichshafen-Fischbach gelöscht. Ausgebrochen war das Feuer im zweiten Untergeschoss in einem Lagerraum. 130 Hotelgäste und das Personal wurden wegen der starken Rauchentwicklung evakuiert und in einem benachbarten Restaurant untergebracht. Die Brandursache dürfte der Polizei zufolge mit dem Einsatz von Flex- und Stemmmaschinen zusammenhängen. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 100 000 Euro.

Um 10.30 Uhr war der Notruf bei der Rettungsleitstelle eingegangen. Wenig später behandelte der Rettungsdienst, der mit ungefähr 20 Einsatzkräften vor Ort war, eine Hotelangestellte wegen des Verdachtes auf eine leichte Rauchgasvergiftung. Nach Angaben der Polizei wurde wohl kein Fahrzeug durch das Feuer in der Tiefgarage beschädigt, in der gerade Umbauarbeiten stattfinden.

Handwerker hatten in dem Lagerraum Baumaterial für die Erweiterung des Hotels gelagert. Darunter waren auch große Kabeltrommeln auf Transportrollen, wie Stadtbrandmeister Louis Laurösch berichtete. Zehn Atemschutzträger der Feuerwehr drangen über die Tiefgarageneinfahrt zum Brandherd vor, weitere sechs benutzten das Treppenhaus, so dass der Brand von zwei Seiten bekämpft werden konnte.

Gleichzeitig sicherten die Feuerwehrleute die Verbindungstüren zum Hotel mit Rauchvorhängen, wodurch verhindert wurde, dass Qualm in den Hotel- und in den Wellnessbereich gelangte. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Hitze durch das Feuer, sei es ein schwieriger Einsatz für die Wehrleute gewesen, erklärte Michael von Somnite, Pressereferent der Wehr, in einem Resümee.

Große Ventilatoren lüften

Nachdem das Feuer gelöscht war, begannen die Wehrleute sofort mit der Be- und Entlüftung der Tiefgarage, dabei setzten sie große Ventilatoren ein. Die Feuerwehren Fischbach, Stadtmitte und Ailingen waren mit mehr als 60 Leuten im Einsatz, unterstützt durch den GW Atemschutz der Feuerwehr Markdorf. Dazu waren DRK und Johanniter mit einer Schnelleinsatzgruppe vor Ort, um eventuelle Verletzte zu versorgen und die Atemschutzträger zu überwachen.

Die Ortsdurchfahrt Fischbach war bis 12.10 Uhr komplett gesperrt, anschließend wurde die Fahrbahn in Richtung Überlingen wieder freigegeben. Auf der Spur in Fahrtrichtung Friedrichshafen ging bis 18 Uhr nichts. Es bildeten sich Staus auf den Umleitungsstrecken.

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