Unterstützung für ein eigenes Zuhause

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  Lea Kopittke ist Projektverantwortliche der Caritas-Wohnraumoffensive „herein im Bodenseekreis.
Lea Kopittke ist Projektverantwortliche der Caritas-Wohnraumoffensive „herein" im Bodenseekreis. (Foto: Caritas)
Schwäbische Zeitung

Wer sich für das Projekt der kirchlichen Wohnraumoffensive „herein“ interessiert und Wohnraum zur Vermietung anbieten möchte, kann sich bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben melden: Lea Kopittke, 0751 / 35 90 89 13, mobil: 0176 / 13 62 56 56,

www.caritas-bodensee-oberschwaben.de

www.herein-kirche.de

Für sozial benachteiligte Menschen ein Zuhause zu finden, das hat sich die vor vier Jahren ins Leben gerufene Wohnraumoffensive „herein“ der Caritas Bodensee-Oberschwaben zum Ziel gesetzt. Der Name „Her-ein“ setzt sich aus den Anfangssilben der Wörter „Herberge“ und „eintreten“ zusammen. Dies teilt die Caritas mit.

Die regionale Wohnraumoffensive der Caritas wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Bischöflichen Ordinariat, finanziert und mittlerweile von 14 Städten und Gemeinden im Bodenseekreis und im Landkreis Ravensburg aktiv unterstützt. „Wir suchen geeigneten Wohnraum, mieten diesen befristet für ein oder zwei Jahre zu marktüblichen Preisen an und untervermieten ihn an von der Caritas sozial begleitete Mieter – mit dem Ziel, dass später ein Direktmietvertrag geschlossen wird“, berichtet Lea Kopittke, Caritas-Projektverantwortliche für den Bodenseekreis. Die Caritas garantiere die Auswahl zuverlässiger Mieter ebenso wie die Miete und biete den Vermietern somit Risikoabsicherung und Aufwandsminimierung.

Wie wichtig das „herein“-Projekt ist und welche Erfolge es auch immer wieder verbuchen kann, zeigt ein Beispiel aus Friedrichshafen. Eine irakische Familie hat mit Unterstützung von Lea Kopittke ein neues Zuhause gefunden und konnte im Juni eine schöne, geräumige Wohnung mit Garten in Friedrichshafen beziehen. Der Kontakt zur Wohnungseigentümerin sei über die Kirchengemeinde zustande gekommen, berichtet Kopittke. Die Caritas habe die Wohnung angemietet und an die irakische Familie untervermietet. Aber auch zwischen der Eigentümerin und der Familie gebe es eine wohlwollende, wertschätzende Verbindung. Es sei ihr wichtig gewesen, durch dieses Modell der Vermietung in Not geratenen Menschen zu helfen und ihnen eine Chance zum Neubeginn zu geben, so die Eigentümerin.

Seit 2015 ist der junge Iraker mit seiner Familie in Friedrichshafen. „Wir haben bislang in einer kleinen städtischen Wohnung gelebt“, berichtet er. Seine Kinder gehen in der Zeppelinstadt in die Schule und in den Kindergarten. Er selbst hat im Irak als Koch gearbeitet und absolviert derzeit eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker. „Die Arbeit macht mir großen Spaß, bald mache ich meine Prüfung“, freut er sich und erzählt von vielfältigen zwischenmenschlichen Kontakten. Auch Freunde hat die Familie in Friedrichshafen gefunden. „Wir sind rundum glücklich und sehr dankbar dafür, dass in unser Leben jetzt ein wenig Ruhe kommt“, sagt der Familienvater.

„Wir freuen uns über jeden Vermieter, der Kontakt mit uns aufnimmt“, so Kopittke. Denn noch immer gibt es Menschen – Alleinerziehende, Singles und Familien –, die nach einer Wohnung suchen. „Es wäre zu schön, wenn wir auch ihnen zu einer Herberge beziehungsweise längerfristigen eigenen Wohnung verhelfen könnten.“

Wer sich für das Projekt der kirchlichen Wohnraumoffensive „herein“ interessiert und Wohnraum zur Vermietung anbieten möchte, kann sich bei der Caritas Bodensee-Oberschwaben melden: Lea Kopittke, 0751 / 35 90 89 13, mobil: 0176 / 13 62 56 56,

www.caritas-bodensee-oberschwaben.de

www.herein-kirche.de

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