TSG Ailingen I zwingt MTG Wangen III in die Knie

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 Nicht zu stoppen: Dean-Xavier Martin (beim Wurf) und seine TSG Ailingen I schlagen Spitzenreiter MTG Wangen III.
Nicht zu stoppen: Dean-Xavier Martin (beim Wurf) und seine TSG Ailingen I schlagen Spitzenreiter MTG Wangen III. (Foto: alho)

Die Herren I der TSG Ailingen haben das Spitzenspiel der Handball-Kreisliga A mit 24:22 für sich entschieden. Gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter MTG Wangen III wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Dabei hatte die Mannschaft von TSG-Coach Peter Rossi zur Halbzeit noch mit 14:9 in Führung gelegen.

Als Ailingens Spielmacher Lars Rossi bei einer Abwehraktion gegen Wangens Thomas Köhler in der 42. Minute zu spät kam und regelkonform die Rote Karte sah, kamen die Hausherren aus dem Rhythmus. Und das auch, weil Rossi - sehr zur Verwunderung der Zuschauer und der beiden Mannschaften - plötzlich den blauen Karton gezeigt bekam. Eine viel zu harte und äußerst fragwürdige Entscheidung, da keine grobe Unsportlichkeit vorlag. 18:14 lag der Tabellenzweite zu diesem Zeitpunkt vorne.

Während Köhler seinen lädierten Knöchel mit Eis versorgte, ging ein Ruck durch das Wangener Team. Das stabilisierte den Abwehrverbund und nutzte seine Chancen effektiv - folgerichtig waren die Gäste in der 54. Minute auf 19:21 dran. Dass die Partie nun allerdings nicht kippte, war dem Umstand geschuldet, dass die TSG sich wieder fing und mit zwei Toren in Serie von Maximilian Olpp auf 23:19 erhöhte (57.). Die Vorentscheidung, weil Wangen ohne Mittelmann Köhler weniger Kreativität im Angriff zeigte und die Kraft bei den Routiniers aus dem Allgäu etwas nachgelassen hatte.

Auf der Gegenseite brachte die TSG den Sieg nach Hause, obwohl in der 59. Minute zudem Manuel Kuttler vorzeitig unter die Dusche durfte. Auch er bekam Rot infolge der dritten Zeitstrafe. Wenige Augenblicke später stand Ailingen zum 24:22-Endstand als verdienter Sieger fest, weil die Gastgeber an die starke Leistung der Schlussphase des ersten Durchgangs anknüpfen konnten. Hier hatte die "Erste" der TSG mit vier Treffern in Folge für einen komfortablen 14:9-Pausenvorsprung gesorgt, weil die Abwehr im Zusammenspiel mit Torhüter Tobias Holzner zu überzeugen wusste und in der Offensive die Spielzüge die gewünschte Wirkung erzielten. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, die geduldig geblieben ist und alle Zielvorgaben umgesetzt hat“, sagte Peter Rossi. „Nach der blauen Karte kam ein Bruch ins unser Spiel. Ich bin froh, dass wir das weggesteckt haben.“

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