Trommeln, Inkas, PC – und jede Menge Spaß

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Brigitte Geiselhart

Was bedeutet das seltsame Wort „Tahuantinsuyo“? Was haben „Short Cuts“ mit der Computerwelt zu tun? Und was kann man mit Djembe und Cajon alles anfangen? Ganz schön schwere Fragen – oder auch nicht. Jedenfalls nicht für die Mädchen und Jungs, die sich für die Sommerakademie der Häfler Kinderuni eingeschrieben haben und – je nach Altersklasse – gleich am ersten Vormittag mehr über das Leben der sagenumwobenen Inka, über diverse Kniffe bei der Textverarbeitung am PC oder aber übers rhythmische Trommeln und Bodypercussion erfuhren.

Viel Spaß war in jedem Fall dabei, zum Beispiel bei Moses, Linus, Alexander, Felix, Carlotta, Jonas, Peer, Lelia, Lucille und Leonard. Sie gehören der Gruppe der Sieben- bis Neunjährigen an. Zusammen mit Dozentin Marieluise Reisch-Hug hat man im Hof des ZU-Campus im Fallenbrunnen einen Kreis gebildet. Es geht um Rhythmus, soviel ist schnell klar. Es geht um die Djembe, eine Trommel aus Westafrika. Und um das Cajon, eine aus Peru stammende Kistentrommel.

Zunächst heißt es erst einmal, sich mit den unbekannten Musikinstrumenten ein wenig vertraut zu machen. „Mitte, Mitte – Rand, Rand.“ Aha, je nachdem, wo man auf die Bespannung klopft, ergeben sich ganz andere Geräusche. „Haltet die Trommel nach vorne, das ist bequemer“, empfiehlt Marieluise Reisch-Hug. Wer einen speziellen Rhythmus drauf hat, darf den natürlich auch vorspielen. Und getauscht werden darf sowieso. Kein Wunder also, dass ganz schnell ein reizvolles und mehrstimmiges Percussion-Ensemble entsteht.

Szenenwechsel: Die Fünf- bis Siebenjährigen tauchen in die Vergangenheit eines Landes ein, das von den Einheimischen so genannt wurde, weil es aus „vier zusammenhängenden Teilen“ besteht. In der ursprünglichen Sprache hieß das „Tahuantinsuyo“.

Uli Ettinghofer und seine Frau Tanja, die sogar aus Peru stammt, wissen viel über geschichtlich interessante Dinge zu erzählen. Aber was haben damals die Spanier in diesem Land verloren gehabt? Lag das vielleicht daran, weil es dort so schön ist, wie eine Kinderstimme vermutet. Nein, schon eher daran, dass die Inka viele Schätze und jede Menge Gold hatten. „Meine Mutter hat eine Kette aus Spanien aus echtem Gold – meine Oma auch“, so der nächste kindliche Zwischenruf. Jetzt wird über die historische „Quechua“-Sprache erzählt und dass sie uns viele Worte hinterlassen hat, wie etwa Puma, Lama, Condor oder Pampa.

Die Gruppe Neun Plus schwitzt derweil am PC. Alexandra Krause hat tolle Tipps mitgebracht, wie man sich das Leben einfacher machen kann, wenn man sich mit Textverarbeitung beschäftigen will. „Wenn ihr mal zu faul seid, dann gibt es für vieles eine Abkürzung.“ Das versteht man also unter „Short Cuts“. Das leuchtet ein. Auch den beiden zehnjährigen Mädels Olivia und Fiona, die aus Kluftern und Immenstaad gekommen sind. „Wir haben zuhause auch einen PC und schreiben manchmal auch Geschichten“, sind sich die beiden einig. Mit „Strg +A“ wird alles markiert. Und was bewirkt „Strg + Z“? Das will alles ausprobiert sein und sorgt für so manches Aha-Erlebnis bei den Kids.

Was sind eigentlich Primzahlen? Und was haben sie mit Fibonacci zu tun? Woran erkennt man Falschgeld? Keine Angst: Nicht nur diese sondern noch viele weitere Fragen werden im Laufe dieser Woche bei der Sommerakademie der Kinderuni beantwortet. Es geht auch sportlich und spaßig zur Sache. Zum Beispiel beim Fußballturnier oder der Wasserbomben-Rallye.

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