Albert und Marie-Luise Reiser stoßen auf ihren 50. Hochzeitstag an. Die Sektgläser stammen von der Hochzeitsreise 1969 nach Ital
Albert und Marie-Luise Reiser stoßen auf ihren 50. Hochzeitstag an. Die Sektgläser stammen von der Hochzeitsreise 1969 nach Italien. (Foto: Kirsten Lichtinger)
Kerstin Lichtinger

Das Rezept für eine lange und glückliche Ehe ist ganz leicht, findet Albert Reiser: „Einfach die richtige Frau aussuchen.“ Zusammen mit Ehefrau Marie-Luise feierte er am Dienstag goldene Hochzeit. Die Glückwünsche des Ministerpräsidenten, des Oberbürgermeisters Andreas Brand und des Ailinger Ortsvorstehers Georg Schellinger zum 50. Hochzeitstag überbrachte die stellvertretende Ortsvorsteherin Evi Geisler.

Kennengelernt haben sich die Eheleute 1965 im Tanzkreis in Friedrichshafen. Albert Reiser saß mit drei Freunden zusammen, als der Besitzer der Tanzschule Marie-Luise Schlichte mit ihren Freundinnen an den Tisch brachte. Anschließend traf man sich in der Häfler Gaststätte „Pferdestall“ in der Nähe des Schlosses am Bodensee. Von da an gehörten sie zusammen. Vier Jahre später heiratete das Paar mit 21 Jahren. „Wir wollten volljährig sein und nicht unsere Eltern um Erlaubnis bitten müssen“, sagt Marie-Luise Reiser.

Seit 1977 wohnen sie in ihrem Haus in Berg. Ein Sohn und eine Tochter kamen hinzu. Zwischenzeitlich gibt es auch drei Enkelkinder. Bis zu seinem Ausscheiden bei der ZF Friedrichshafen war Albert Reiser als Ausbildungsmeister in der Lehrwerkstatt für die Auszubildenden im ersten Lehrjahr verantwortlich. Marie-Luise Reiser ist gelernte technische Zeichnerin. Nach der Familienpause entdeckte sie ihre künstlerische Ader wieder. Anlässlich eines Praktikums beim Blumenhaus Röhm gestaltete sie Blumengestecke und Blumensträuße. Zu ihrem Repertoire gehören heute noch Adventskränze und weihnachtliche Gestecke, die sie zu Hause anfertigt. Außerdem malt sie Bilder. „Ich habe schon als Kind gerne gezeichnet“, sagt sie.

Zu den gemeinsamen Hobbies des Ehepaars gehören Reisen und Wandern. „Wir waren schon in Namibia, haben den Panamakanal und den Suezkanal bereist. Auch New York gehörte schon zu unseren Reisezielen“, sagt Albert Reiser. Einer der Höhepunkte war eine Rundreise nach Kanada. „Die haben wir bei der ,Schwäbischen Zeitung’ über ein Preisausschreiben auf der IBO gewonnen“, sagt er. Statt ein Fitnesscenter zu besuchen hält sich Albert Reiser beim Holzhacken fit. Das Brennholz holt er selbst im Wald. Mit seiner Frau zusammen wird es zu Hause gesägt und im Keller für den Kachelofen aufgeschichtet. „Der Arzt ist mit diesem Sportprogramm sehr zufrieden“, sagt der Pensionär.

Erst vor kurzem hat das Ehepaar zufällig beim Bilderanschauen festgestellt, dass sie bereits gemeinsam den Kindergarten St. Raphael im Zeppelindorf besucht haben. „Ich stand damals schon hinter dir“, sagt Albert Reiser.

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