Team der Claude-Dornier-Schule holt Preis beim Solarmodellboot-Rennen

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Schwäbische Zeitung

Wenn Donald Duck gegen Solar Sonja und Kutter Kurt gegen Katamaran Karsten in einer 16 Meter langen Wanne auf dem Hochschulcampus ins Rennen gehen, dann ist das einen Hingucker wert. 45 Schülerteams aus der näheren und weiteren Region hatten viele Stunden damit verbracht, beim Solarmodellboot-Wettbewerb der Hochschule Konstanz HTWG ein möglichst pfiffiges und schnelles Boot ins Rennen zu schicken.

Zum zwölften Mal hatte die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule zum Solarmodellbootwettbewerb „KoronaMinis“ eingeladen. Der Name erinnert an das erste Solarboot, das auf dem Bodensee unterwegs war: die an der Hochschule konstruierte Korona. Zum elften Mal schon war Lehrer Horst Pfefferle vom Graf-Zeppelin-Gymnasium dabei. Er motivierte in diesem Jahr gleich drei Teams zur Teilnahme. „Ich stelle dann auch noch eine Zusatzaufgabe: Bei mir darf wirklich nur Material verbaut werden, das nachhaltig ist“, erläutert er. In rund 50 Stunden hat ein Team mit viel Liebe zum Detail aus Holz eine Citroën-Ente für die Fahrt im Wasser gebaut. Sogar ein Duftbäumchen baumelte an der Windschutzscheibe. „Bella Jahta“ stand für die Fähre zwischen Italien und Kroatien, die „Sonnenbank“ mit viel Kork und einer Palme auf Deck wirkte schon beim Anschauen entspannend. Nicht Geschwindigkeit, sondern das Motto „Dabeisein ist alles!“ zählte für die Teams vom GZG in der Kategorie „kreative Konstruktion“. Anders das Team TGM12 von der Claude-Dornier-Schule: Ihnen gebührte der Siegerpokal für den zweiten Platz in der Kategorie „Geschwindigkeit“. Denn: In zwei Kategorien traten die jungen Bootsbauerinnen und -bauer gegeneinander an: Geschwindigkeit und Kreativität. Für beide Kategorien galt: Alle Boote müssen allein angetrieben durch Solarenergie die 16 Meter lange Strecke zurücklegen.

Alle kommen ins Ziel

„Das war ein ganz besonders toller Jahrgang“, resümierte bei der Preisverleihung Prof. Dr. Gunnar Schubert, der gemeinsam mit dem Wettbewerbsvater Prof. Dr. Richard Leiner die Rennleitung inne hatte. Alle teilnehmenden Boote sind ins Ziel gekommen. Allerdings zu ganz unterschiedlichen Zeiten: Während es „Captain Cook“ vom Konstanzer Suso-Gymnasium (dritter Platz Kategorie Kreativität) mit einem Restaurant auf Deck inklusive Kräutergarten eher den „Slow-Food-Anhängern“ recht machte und sich Zeit ließ, sauste das weniger als 200 Gramm schwere Schiff der „Bauer Twins“ Aaron und David in acht Sekunden durch die Wanne. Das Geschwisterpaar der Immanuel-Kant-Gymnasiums Tuttlingen belegte zum dritten Mal in Folge in der Kategorie Geschwindigkeit den ersten Platz. Nach jeder Teilnahme haben die Brüder ihr Boot noch weiter perfektioniert, „in diesem Jahr haben wir noch die Reibung reduziert“, erläutert Aaron Bauer. Im nächsten Jahr allerdings haben auch andere Teams wieder eine Chance auf den ersten Platz: Das Brüderpaar darf nach dem Abitur in diesem Jahr nicht mehr mitmachen. Gute Chancen könnte dann ein Team des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums Singen haben: Die Sechstklässler haben zum ersten Mal teilgenommen und haben zügig den vierten Platz belegt.

Für einen fairen Rennverlauf sorgen die Ingenieure der Fakultät mit ihrer Messmethode: Dank der Ermittlung der exakten Rennmaßzahl gingen alle Boote unter den gleichen Bedingungen in die Bewertung. So siegte nicht automatisch das Boot, das die geringste Zeit für die Rennstrecke benötigte, vielmehr wurde Sonneneinstrahlung und Geschwindigkeit in Relation gesetzt. In der Kategorie kreative Konstruktion waren ohnehin andere Kriterien als die Geschwindigkeit gefordert.

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