Tanzende Säcke treffen auf Apres-Ski-Häschen

Lesedauer: 3 Min
Janine Napirca

Lautstark hat die Lumpenkapelle Froschties in Begleitung einiger Brunnisachhexen den Rosenmontagsball in Schnetzenhausen eröffnet. Stars und Sternchen aus verschiedenen Jahrzehnten und Musikrichtungen sind der Einladung ins bunt dekorierte Dorfgemeinschaftshaus gefolgt und haben unter dem Motto „Von Abba bis Zappa – Schlagerparty in Schnetza-Hausa“ gefeiert.

Spaß und Gemeinschaft wird im Dorf, dem Tradition ebenso wichtig wie Abwechslung ist, großgeschrieben. So führt Moderatorin Birgit Angele in Begleitung ihres Gatten Stefan Angele das Publikum mit Witz und Charme schon zum zehnten Mal durch das bunt gemischte Abendprogramm. Neben der stets zum nächsten Act passenden, unterhaltsamen Anmoderation und dem wiederkehrenden Hasenmotiv, das sich wie ein roter Faden durch den Abend zog, erwartete die Dorfprominenz die ortseigene Jugendtanzgruppe als Skihäschen verkleidet, Petra und Tomma Radlow alias Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältsknog mit ihrer Eigenkomposition von Mamma Mia, Dancing Queen und Fernando und die pantomimische Darstellung „Atemlos durch die Nacht - für Gehörlose“ von Peter Kosch.

Ob moderner Deutschrap oder doch eher klassische Oldies beim Rest der Welt besser ankommen, diese Frage stellten sich Los Proseccos und lieferten sich einen tänzerischen Wettkampf, der dem Tanzbattle der Jets und Sharks aus West Side Story ernsthafte Konkurrenz gemacht hätte.

Frauenpower mit Footloose

Filmisch inspiriert war auch die von Karin Kosch ins Leben gerufene Gruppe „Frauenpower“ bei der Tanzeinlage zur Musik von Dirty Dancing und Footloose: Mit ihren gepunkteten Kleidern und den blauen Perücken waren die Damen der Hingucker des Abends und ernteten gehörig Applaus für ihren Beitrag, was nicht zuletzt vielleicht auch an den aufblitzenden Höschen bei den Drehungen der Petticoat-Kleider gelegen haben könnte.

Für die musikalische Untermalung zwischen dem Bühnenprogramm sorgte die Band „Voice id“ und je später der Abend desto lustiger die Stimmung. Da ließen sich die Gäste nicht zweimal bitten und neben schwungvollen Michael-Jackson-Hüften und sexy Elvis-Locken eroberte schließlich auch Pfarrer Michael Benner in einem himmlischen Wölkchenanzug die Tanzfläche.

Für einen krönenden Abschluss sorgte das Männerballett unter der Leitung von Jürgen Kosch als Tanzende Säcke. Ein dreifaches „Schnetza-Hausa“ auf einen rundum gelungenen Rosenmontagsabend.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen