Taekwondo-Kämpfer vom See räumen groß ab

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Schwäbische Zeitung

Der Taekwondo-Nachwuchs vom Bodensee zählt zu den besten des Landes. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Biberach haben es 13 Kämpfer des Vereins Taekwondo Ailingen aufs Treppchen geschafft, neun von ihnen durften sich gar über den Landesmeistertitel freuen. „Die Jüngsten haben mich heute am meisten beeindruckt. Ich bin richtig stolz auf das Team“, sagt Cheftrainer Giuseppe Pistillo.

Beeindruckend sind schon allein die Punkte der jüngsten Ailinger. 31:16 lautete das Endergebnis im Halbfinale der siebenjährigen Lorina Caspari. Ihre Finalgegnerin gab beim Punktestand von 10:0 auf. Teamkollege Giuseppe Crimi dominierte ebenfalls von Anfang an seine Kämpfe und holte sich die Goldmedaille mit 25:5 und 22:9. Der sechsjährige Ilyas Manz stand als jüngster Ailinger auf der Matte und holte sich mit 18:8 den Landesmeistertitel.

Leandro Caspari machte es ihm nach und schlug seinen ersten Gegner direkt K.o. Im Finale behielt er mit 9:5 die Oberhand. Das Finale seines Bruders Alessio Caspari fiel deutlicher aus: Der Ailinger machte 31 Punkte und ließ nur neun Konter zu. Die meisten Kämpfe unter den Ailingern hatte am Wochenende Alexander Kardos. Auch wenn sein erster Kampf mit 3:1 noch knapp ausging, in den nächsten Runden bis zum Finale wurde der Ailinger immer selbstbewusster. Bis er schließlich die Goldmedaille in den Händen hielt.

Den spektakulärsten Punktestand holte aber die älteste Ailingerin: Gökcem Gültekin machte in ihrem Finale 52 Punkte und ließ lediglich zwei Konterpunkte zu. Florian Jeckl schaffte es sogar ganz ohne Konterpunkt. Mit 15:0 holte er seinen Meistertitel. Auch Aaron Fritz zeigte deutlich, dass er der Landesbeste in seiner Kategorie ist: 22:3 siegte er im Finale.

BSV Friedrichshafen stellt neun Landesmeister

Auch der BSV Friedrichshafen ist dem Ergebnis seiner Teilnehmer an den Landesmeisterschaften in Biberach zufrieden. Alle zwölf Kämpfer standen auf dem Siegertreppchen. Neun durften sich über die Goldmedaille freuen, drei erkämpften Bronze. Betreut wurde die Mannschaft von Nationaltrainer Markus Kohlöffel, Bundestrainer Boris Winkler und Stützpunkttrainer Dimitrij Schmidt.

In den Herrenklassen konnten sich Mactar Diao (bis 63 Kilogramm), Jehudiel Kiki (-74 kg), Azat Manukjan (-80 kg) und Faysal Sawadogo (-87 kg) durchsetzen. Bei den Frauen wurden Michelle Tau (-46 kg), Lenka Zaruba (-53 kg) sowie Astan Bathily (über 73 kg) Landesmeisterinnen. Im Nachwuchsbereich waren Daniel Drosdwoski (Jugend A bis 45 Kilogramm) und Johanna Rommel (Jugend B bis 33 Kilogramm) nicht zu schlagen. Bronze ging an Vera Kachowitsch (Jugend A bis 52 Kilogramm), Kevin Kellermann (Jugend A bis 63 Kilogramm) und Moses Manukjan (Jugend B bis 45 Kilogramm).

Dabei waren die Top-Athleten des BSV gar nicht am Start, da sie diese Woche beim Grand Prix in Sofia, Bulgarien, die Wettkampffläche betreten. Beim Grand Prix werden vom Weltverband die besten 31 Sportler der aktuellen olympischen Weltrangliste geladen. „Erstmals in unserer Vereinsgeschichte haben neun unserer Sportler die Qualifikation zur Grand Prix-Serie erreichen können“, freut sich Markus Kohlöffel über die vielen Einladungen des Weltverbands.

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