Der SV Achberg ist Herbstmeister der A2-Kreisliga.
Der SV Achberg ist Herbstmeister der A2-Kreisliga. (Foto: Christian Flemming)
Sportredakteur

Bevor die Hinrunde der laufenden Saison 2018/19 in der Fußball-Kreisliga A2 mit dem 15. Spieltag am Sonntag, 11. November, abgeschlossen wird, ist im Fanlager des SV Achberg die vorzeitig erreichte Herbstmeisterschaft schon mal ausgiebig gefeiert worden. Satte fünf Punkte liegt die Mannschaft von SVA-Coach Michael Riechel vor dem Zweitplatzierten, Bezirksliga-Absteiger TSV Tettnang. Für die Kenner der Szene im Kreisligafußball am württembergischen und bayerischen Bodenseeufer gestaltet sich das aktuelle Tabellenbild allerdings aus einem ganz anderen Grund als recht interessant.

Vor dem FC Friedrichshafen, der mit einem einzigen Unentschieden aus bislang 13 Partien derzeit abgeschlagen auf dem untersten Tabellenrang liegt, trennen den Siebtplatzierten (SGM Hege/Nonnenhorn/Bodolz, 17 Punkte) und den 14. und damit Tabellenvorletzten (FC Dostluk Friedrichshafen, 14) gerade einmal drei Zähler. Hier kann es am kommenden Sonntag somit noch zu einigen Verschiebungen kommen.

Einen Riesensprung von Rang 14 auf elf hat die U23 des VfB Friedrichshafen mit dem 5:2-Erfolg bei Kosova Weingarten gemacht. „Es war ein sehr faires Spiel. Bei den beiden Gegentreffern waren wir etwas zu schläfrig“, räumt VfB-Betreuer Alexander Heumann ein. Zweimal lagen die Gastgeber durch Treffer von Banou Sanyang vorne. Erst mit der Hereinnahme von Oliver Senkbeil (59.) wendet sich das Blatt zugunsten der Gäste. Das VfB-Urgestein netzte zum 2:2-Ausgleich (71.) und späterem 4:2 ein (86.) ein, zwischenzeitlich besorgte Pascal Booch die 3:2-Führung (83.). Den Schlusspunkt markierte Sebir Elezi. „In dieser Liga musst du immer an die Leistungsgrenze gehen, um zu gewinnen“, beschreibt Heumann die Schwierigkeit, in der A2-Spielklasse Kurs zu halten.

Keine Tore im Stadtderby

Torlos endete das Häfler Stadtderby zwischen dem FC Friedrichshafen und der TSG Ailingen. „Wir hatten Chancen gehabt, vier Spiele zu gewinnen“, so TSG-Abteilungsleiter Ralf Lanz zum Spielverlauf. Kurz nach seiner Einwechslung vergab Tim Piendl einen Foulelfmeter. Und gegen Ende netzte Patrick Berlet, nachdem ein Freistoßball von der Querlatte zurücksprang, ein. Doch gab der Unparteiische wegen vermeintlicher Abseitsstellung den Treffer nicht.

Mit 0:2 musste die SGM Fischbach/Schnetzenhausen dem Spitzenreiter aus Achberg den Vortritt lassen und verharrt damit, punktgleich mit dem Vorletzten FC Dostluk, auf dem 13. Tabellenrang. „Da wird es mir nicht bange. Ich weiß, was die Jungs für ein Potenzial haben“, weist SGM-Abteilungsleiter Andreas Zimmer mögliche Abstiegssorgen vehement von sich. Früh gerieten die Gäste durch eine Rote Karte wegen groben Foulspiels in Unterzahl, gingen allerdings nach einer Freistoßflanke, die Kai Helm verwertete, in Führung (25.). Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber das Zepter, kassierten jedoch durch einen Konter der Achberger das spielentscheidende 2:0 und verloren kurz darauf auch noch Nico Haupter, der ebenfalls Rot sah.

Doch nicht nur in der unteren Tabellenhälfte, auch in der Verfolgergruppe des SV Achberg ist am letzten Spieltag der Hinrunde für Spannung gesorgt. Da empfängt der Tabellendritte SV Oberteuringen (26 Punkte) den TSV Tettnang (27). Nach den Niederlagen gegen Achberg (1:2) und beim Aufsteiger Kosova Weingarten hat die Mannschaft von SVO-Coach Michael Krause vier Spiele in Folge nicht mehr verloren und dabei drei Siege eingefahren. Tettnang geht mit der Empfehlung eines 6:0-Heimsiegs gegen Dostluk ins Topspiel am Sonntag. Wer verliert, wird – wie schon die SpVgg Lindau nach der 0:1-Heimpleite gegen Oberteuringen – den Anschluss nach ganz oben erst einmal verpassen.

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