SV Ettenkirch stimmt für Vereins- und Gesundheitszentrum

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Zählen gewissenhaft die Abstimmungszettel zum Bau des Vereins- und Gesundheitszentrums aus: Brigitte Strasser (Ortschaftsrat Et
Zählen gewissenhaft die Abstimmungszettel zum Bau des Vereins- und Gesundheitszentrums aus: Brigitte Strasser (Ortschaftsrat Ettenkirch), Winfried Möck (Flowcon Unternehmensberatung), Achim Baumeister (Ortsvorsteher) und Heiko Gottwald (Stadt Friedric (Foto: mt)
Michael Tschek

Mit 266 Ja- zu fünf Nein-Stimmen, das sind 98,2 Prozent, haben sich die Mitglieder des Sportvereins Ettenkirch bei ihrer Versammlung am Freitagabend in der Ludwig-Roos-Halle für den Neubau eines Vereins- und Gesundheitszentrums mit integriertem Bürgersaal ausgesprochen.

Aufatmen bei der Vorstandschaft des SV Ettenkirch mit Vorsitzender Alexandra Foltan, ihrem Stellvertreter Waldemar Witulski und bei Karl-Heinz Rist vom Förderverein: Nach einer „vorbildlichen Vorarbeit“, wie Heiko Gottwald von der Stadt Friedrichshafen sagte, haben sich 107 in der gut besetzten Halle und weitere 159 Mitglieder per Briefwahl für den Neubau eines Vereins- und Gesundheitszentrums mit integriertem Bürgersaal ausgesprochen. Mit der Abstimmung ist noch längst nicht der Startschuss zum ersten Spatenstich gefallen. Bis dahin sei es noch ein langer Weg, sagte Alexandra Foltan.

Rückblick: Bereits seit 2010 befasst sich der aktuell 1099 Mitgliedern starke Sportverein mit dem Gedanken, geeignete Lösungen für seine Platzprobleme zu finden. Bisher ist er an die Räumlichkeiten der Ludwig-Roos-Halle gebunden, was bedeutet, dass es für die Sportler in der Halle, die nach Aussagen von Ortsvorsteher Achim Baumeister nach dem Graf-Zeppelin-Haus die am meisten frequentierte Veranstaltungsstätte der Stadt ist, massive Probleme mit Platz, Umkleidemöglichkeiten und Aufenthaltsräumen gebe. Zudem ist die Kapazitätsgrenze der 1999 erstellte Trainingsfläche des Ettenkircher Gesundheitszentrums zwischen Ludwig-Roos-Halle und Grundschule mit aktuell 452 Mitgliedern eigentlich bereits überschritten (die SZ berichtete in der Freitagsausgabe).

Die Idee des Vereins ist es also, auf dem Platz südlich der Halle ein „Sportliches Dorfgemeinschaftshaus“ entstehen zu lassen, das nicht nur den vereinseigenen Platzproblemen, sondern auch der Erweiterung der Sporträumlichkeiten sowie der Deckung der steigenden Nachfrage nach Gesundheits- und Seniorensportangeboten Rechnung trägt. Darüber hinaus soll ein integrierter Bürgersaal die Funktion eines gesellschaftlichen Treffpunktes übernehmen.

Winfried Möck von der Flowcon-Unternehmungsberatung und Architekt Thomas Stoppel aus Meckenbeuren stellten das Projekt vor. Die lichtdurchfluteten Fitnessräume als auch der Bürgersaal, der in Kooperation mit der Stadt Friedrichshafen entstehen soll, sind bei den anwesenden Mitgliedern gut aufgenommen worden. Allerdings blieben Fragen: Ist es finanziell machbar? Wie es sieht mit der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die Benutzer des Gesundheitszentrums aus?

Ohne Beitragserhöhung geht’s nicht

Architekt Stoppel wie auch Karl-Heinz Rist vom Förderverein sprachen von einer „positiven Grundeinstellung“ der Banken. Derzeit werden die Kosten des sportlichen Dorfgemeinschaftshauses auf knapp drei Millionen Euro beziffert, von denen nach Abzug von Eigenmitteln des Vereins, Zuschüssen des Landessportbundes und der Stadt Friedrichshafen die Aufnahme von Fremdkapital in Höhe von 964 000 Euro auf den Verein zukommen werde. Eine Abweichung von diesen Zahlen sieht der Architekt bei plusminus fünf Prozent.

Für die Bestandsmitglieder des Gesundheitszentrums würde ab der Eröffnung eine monatliche Erhöhung des Beitrages von jetzt 25 Euro auf 30 Euro, ab dem vierten bis 15. Monat auf 38 und ab dem 16. Monat auf 45 Euro, für Neumitglieder ab Eröffnung 45 Euro zukommen.

Die nächste Hürde steht am Montag, 22. Mai, im Häfler Gemeinderat an, wenn es um die Änderung des Bebauungsplans geht. (mt)

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