Sturm wütet in Friedrichshafens Partnerstadt

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Friedrichshafens Partnerstadt Imperia in Ligurien hat keinen Strand mehr. die Unwetter der vergangenen Woche haben in Imperia bis heute rund 18 Millionen Euro Schaden verursacht, weite Teile der Uferanlagen sind zerstört. Zwischen 20 und 50 Prozent der Olivenernte ist den Stürmen zum Opfer gefallen.

 

 Nach den Unwettern an der ligurischen Küste werden die Schäden in Imperia auf rund 18 Millionen Euro geschätzt.
Nach den Unwettern an der ligurischen Küste werden die Schäden in Imperia auf rund 18 Millionen Euro geschätzt. (Foto: Silvia Maserini)

Die Bilder, die aus Imperia im Internet kursieren, die Videos aus der Halloween-Nacht, erinnern an Weltuntergang. Meterhohe Brandungswellen schlagen an die Kaimauern, Boote werden durch die Luft geworfen und landen in den Straßen am Ufer. Überschwemmte Straßen sehen aus wie Wildbäche aus den naheliegenden Bergen. Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins „Amici di Friedrichshafen“, Silvia Masserini, berichtet von erheblichen Schäden in der Stadt. „Imperia hat kein Land mehr, das sie vor dem Meer schützt“, erzählt sie von den seit vergangenen Mittwoch andauernden Unwettern. Das Unwetter begann am Mittwoch, 31. Oktober, gegen 19 Uhr und hielt sich bis nach Mitternacht.

Keine Besserung in Sicht

Die Schadenshöhe benennt Silvia Masserini in Imperia mit rund 18 Millionen, in Südtirol hingegen seien es zwischen 150 und 300 Millionen Euro Schaden. Die Stadt habe zwar bereits Formulare vorbereitet, um Entschädigungen vorzunehmen. Das aber gehe nur, wenn es regionale oder staatliche Hilfen gebe. Angesichts der großräumigen Schadenslage sei das jedoch ungewiss.

Auch die Wetterberichte sagen keine Besserung voraus. Die Wetterlage ist in der Region zur Zeit abhängig von stabilen Tiefdruckgebieten, die mit Unwetter und der Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen einhergehen.

Südlich der Alpen und in Italien werden in den kommenden Tagen weiterhin erhebliche Regenfälle erwartet, und da die Flüsse längst voll und die Böden aufgeweicht sind, sind weitere Erdrutsche und Überschwemmungen nicht auszuschließen. Silvia Masserini beschreibt das Wetter: „Es ist warm, und das ist auch das Problem. Das sorgt nachts für Stürme und viel Niederschläge.“

Am kommenden Wochenende wird in Imperia wieder die Olivenernte gefeiert. Das Fest „Olioliva“ wird nicht so gut gestimmt gefeiert werden, wie sonst.

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