Studenten wollen das Elektroradeln populär machen

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Studenten wollen das Elektroradeln populär machen
Schwäbische Zeitung

Die Projekt „e2rad“ von Studierenden der Dualen Hochschule Ravensburg geht in eine neue Runde. In diesem Jahr wollen die Studenten den Fokus auf Berufspendler legen, planen zudem eine Alpenüberquerung mit dem Pedelec und wollen dafür sorgen, dass in diesem Sommer eine Elektro-Rikscha durch Friedrichshafen saust. Seit zwei Jahren haben es sich die DHBW-Studenten mit ihrem Projekt „e2rad“ zum Ziel gesetzt, das Elektroradeln populär zu machen. Das Potenzial ist da: Immerhin surren in Deutschland derzeit geschätzte 600000 E-Bikes durch die Lande. Sie sorgen vor allem dafür, dass so mancher Weg, der sonst mit dem Auto zurückgelegt wird, nun per Rad erledigt wird.

Im vergangenen Jahr hat die Deutschlandtour „Flensburg – Friedrichshafen mit dem Elektrofahrrad“ von Studenten und Professoren der DHBW Ravensburg von sich reden gemacht. In diesem Frühjahr setzt „e2rad“ noch einen drauf und plant die elektrisch unterstützte Alpenüberquerung von Friedrichshafen nach Venedig. Der Untertitel des Vorhabens lautet „Generationentour transalp“: Die Tour soll zeigen, wie ältere und jüngere Radler sowie mehr und normal sportliche gemeinsam unterwegs sind – die einen mit, die anderen ohne Elektromotor. Dabei setzen die Studenten auf die sportbegeisterten Häfler, denn sie suchen derzeit noch nach Mitradlern. Die Tour wird den Studenten dabei so manche technische und logistische Nuss zu knacken geben. Immerhin wird „Saft“ benötigt für insgesamt 720 Kilometer, bis zu 140 Kilometer pro Tag, für Ferner- und für Reschenpass.

Das Hauptaugenmerk von „e2rad“ liegt in diesem Jahr jedoch auf den Berufspendlern. Hier sehen die Studenten großes Potenzial zum Umstieg vom Auto auf das Pedelec. Im ersten Schritt wollen sie nun per Umfrage bei Mitarbeitern der großen Unternehmen aus Friedrichshafen und Umgebung herausfinden, wie die Interessenslage ist. Sind die Pendler bereit umzusteigen und unter welchen Bedingungen? Wie weit ist ihr Arbeitsweg? Das sind nur einige der Fragen. Dazu wollen die Studenten Überzeugungsarbeit bei Pendlern wie bei den Unternehmen leisten. Was sind die Vorteile des Elektroradelns? Würden die Firmen das Projekt unterstützen, etwa mit der Einrichtung von Ladestationen?

Sightseeing auf elektrisch: Auch der Tourismus bleibt weiter ein wichtiger Aspekt für die angehenden Wirtschaftsingenieure. Bereits die Projektvorgänger haben sich damit beschäftigt, die Infrastruktur fürs Elektroradeln rund um den Bodensee zu verbessern. Tourenvorschläge für Pedelecs sind für dieses Jahr in Planung. Zudem soll schon bald eine Elektro-Rikscha ihre Runden durch Friedrichshafen drehen. Andockstelle wird das Dornier Museum sein, Betreiber die ZAB Friedrichshafen, die Gesellschaft zur Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Menschen, die auch eine Fahrradwerkstatt betreibt.

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