Teilnehmer dokumentieren den Energiezuwachs der selbstgebauten Grätzel-Zellen in mehreren Messvorgängen. Im Hintergrund: Franz
Teilnehmer dokumentieren den Energiezuwachs der selbstgebauten Grätzel-Zellen in mehreren Messvorgängen. Im Hintergrund: Franz John und Oliver Knapp von der Wissenswerkstatt. (Foto: Corinna Hengler, ZF Kunststiftung)
Schwäbische Zeitung

Franz John ist der 38. Stipendiat der ZF-Kunststiftung. In seinen ortsspezifischen Kunstprojekten setzt sich der Berliner Künstler mit den historischen, geologischen oder klimatischen Besonderheiten einer Region auseinander. Während des Präsenzstipendiums der ZF-Kunststiftung hat Franz John an seinem Projekt Ressource Farbe weitergearbeitet, das an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit angesiedelt ist.

Der Berliner Künstler stellt für dieses Projekt Farbstoffsolarzellen aus einer für die Region typischen Pflanze her, die seinen Lichtinstallationen als Energiequellen dienen, informiert die Wissenswerkstatt in einer Presseitteilung. Demnach habe sich Franz John für Hopen entschieden, eine der traditionellen Kulturpflanzen der Bodenseeregion.

Am 4. und 5. September fand ein Workshop mit dem Berliner Künstler in der Wissenswerkstatt Friedrichshafen statt, in dem er Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten von Farbstoffsolarzellen vermittelt und zusammen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Grätzel-Zellen gebaut hat. Im Gegensatz zur klassischen Solarzelle können diese Farbstoffsolarzellen ohne umweltschädliche Emissionen und mit einfachen Mitteln hergestellt werden. Durch den Bau einer eigenen Grätzel-Zelle wurde das schöpferische Potenzial gefördert, der Erfindergeist geweckt und auch ein Gefühl für die nachhaltige Energiegewinnung vermittelt. Alle Teilnehmer konnten die Grätzel-Zelle im Anschluss mit nach Hause nehmen. Der Workshop war die erste Kooperation der ZF Kunststiftung und der Wissenswerkstatt.

In seinen ortsspezifischen Kunstprojekten setzt sich der Berliner Künstler mit den historischen, geologischen oder klimatischen Besonderheiten einer Region auseinander. Während des Präsenzstipendiums der ZF Kunststiftung hat Franz John an seinem Projekt Ressource Farbe weitergearbeitet, das an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Nachhaltigkeit angesiedelt ist. Der Berliner Künstler stellt für dieses Projekt Farbstoffsolarzellen aus einer für die Region typischen Pflanze her, die seinen Lichtinstallationen als Energiequellen dienen. Am Bodensee hat sich Franz John für Hopfen entschieden, eine der traditionellen Kulturpflanzen der Bodenseeregion.

Franz John realisierte verschiedene Projekte im öffentlichen Raum und war auf zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten: unter anderem im Goethe-Institut Warschau, zweimal auf der São Paulo Biennale oder auf der Skulptur-Biennale Münsterland. Er war laut Pressemitteilung unter anderem Artist in Residence am Headlands Center for the Arts in San Francisco sowie Gastdozent an der University of Michigan, der Ohio State University und der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg.

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