Harun Toprak (rechts) machte mit dem 6:0 gegen den SV Ochsenhausen (links Alexander Ziesel) das halbe Dutzend Tore für den VfB
Harun Toprak (rechts) machte mit dem 6:0 gegen den SV Ochsenhausen (links Alexander Ziesel) das halbe Dutzend Tore für den VfB voll. (Foto: Klaus Eichler)
Klaus Eichler

Es war eine einseitige Angelegenheit am Samstag im Häfler Zeppelinstadion: Mit 6:0 zerlegte der VfB Friedrichshafen in der Fußball-Landesliga den SV Ochsenhausen, der nach der fünften Niederlage in Folge auf den Abstiegsrelegationsplatz abrutschte. Der VfB dagegen eroberte nach dem neunten Spiel in Folge ohne Niederlage Tabellenplatz drei. Dreimal durfte sich dabei Spielertrainer Daniel Di Leo in die Torschützenliste eintragen. Der VfB lieferte eine starke Partie ab, allerdings gegen einen schwachen Gegner, und hat mit einem Spiel weniger als der FV Rot-Weiß Weiler jetzt alle Optionen auf den Aufstiegsrelegationsplatz.

Eines vorneweg: Das Torwartdebüt von Daniel Di Leo in der Landesliga muss noch warten. Zwischen den Pfosten stand an diesem frühlingshaften Nachmittag wie nicht anders zu erwarten, Philipp Meier. Der VfB benötigte etwas Anlaufzeit, um sich den Gast zurechtzulegen. „Wir haben lange gebraucht, um mal richtig vor die Bude zu kommen. Dass es dann dreimal klingelt ist umso schöner“, meinte Daniel Di Leo. Denn ein Standard wie aus dem Lehrbuch beendete das bis dahin torlose Spiel. Ein Eckball, getreten von Ralf Heimgartner in der 37. Minute, verlängerte Nico Weissenbacher auf den langen Pfosten, wo ihn Daniel Di Leo zur 1:0-Führung in die Maschen köpfte.

Gästechancen: Fehlanzeige

Beim 2:0 sieben Minuten später nahm Harun Toprak auf der rechten Seite Nico Di Leo mit, dessen Flanke von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr versenkte Damir Mirkovic mustergültig. „Das sind einstudierte Spielzüge. Wie wir das momentan umsetzen freut mich umso mehr“, sagte Di Leo. Doch das sollte es in Hälfte eins noch nicht gewesen sein. In der dritten Minute der Nachspielzeit drang der stark spielende Nico Weissenbacher auf der linken Seite in den Strafraum ein. Seinen Querpass vollendete Daniel Di Leo freistehend zum 3:0-Halbzeitstand.

Gästechancen bis dahin: Fehlanzeige. „Die Verunsicherung in den ersten Minuten war bei uns groß“, sagte Ochsenhausens Spielertrainer Oliver Wild. „Ein Standard und zweimal individuelle Klasse haben gereicht, um das Spiel schon zur Pause zu entscheiden“.

Es sollte aber noch schlimmer kommen für den SVO. In der 52. Minute kam Sascha Hohmann für Damir Mirkovic und der fügte sich nahtlos ins Spielgeschehen ein. Sieben Minuten war Hohmann auf dem Platz, als Nico Di Leo mit einem Diagonalpass auf Harun Toprak die gesamte Gästeabwehr aushebelte, dessen Flanke versenkte Hohmann zum 4:0. Kurz vor der Einwechslung Hohmanns hatte Oliver Wild nach einem Eckball den Anschlusstreffer auf dem Kopf, scheiterte allerdings am aufmerksamen Philipp Meier – es war die erste Möglichkeit der Gäste.

Weiter ging es auf der anderen Seite. Wieder so ein einstudierter Angriff über vier Stationen. Das Duo Nikic/Hohmann nahm im Zusammenspiel Nico Weissenbacher mit, der steckte zu Daniel Di Leo durch – 5:0 (79.) für den VfB.

Das halbe Dutzend voll machte drei Minuten vor Abpfiff Harun Toprak, der drei Abwehrspieler des SVO zu Statisten degradierte und zum Abschluss auch noch Torhüter Jan Besenfelder tunnelte. „Gegen diese Qualität hatten wir heute keine Chance“, sagte Oliver Wild. „Ich rotiere Woche für Woche, die Einwechslungen greifen, schauen wir mal was die nächsten Begegnungen bringen“, sagte Di Leo.

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