Stadtforum will mehr „Stolz und Selbstbewusstsein für Friedrichshafen“

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Schwäbische Zeitung

Die jährliche Klausurtagung des Stadtforums Friedrichshafen hat den Vorstand vor Kurzem für einen inspirierenden Tag nach Bregenz geführt. Nach spannenden Einblicken bei den Bregenzer Kollegen von Stadtmarketing und der Wirtschaftsgemeinschaft Wigem ging es im Festspielhaus mit Blick auf die Seebühne um neue Ideen für Friedrichshafen, berichtet das Stadtforum in einem Schreiben.

Der Geschäftsführer der Bregenz Tourismus und Stadtmarketing GmbH, Robert S. Salant, begrüßte die 14-köpfige Gruppe des Stadtforums und stellte Struktur und Aufgaben des Bregenzer Stadtmarketings vor. Clemens Sagmeister, Obmann der Bregenzer Wirtschaftsgemeinschaft Wigem, berichtete über die speziellen Herausforderungen für Handel und Dienstleister in der Kunst-, Kultur- und Festspielstadt. Interessant war für die Häfler zum Beispiel, wie die Wigem durch geschlossenes Auftreten und das aktive Tun der Mitglieder derzeit ein neues Quartier in Bregenz entwickelt und so auch die Politik zum Handeln bringt, heißt es in dem Bericht des Stadtforums weiter. Man diskutierte auch über neue Frequenzzähler für die Innenstädte oder unterschiedliche Gutscheinsysteme, und wie man außerhalb der Tourismussaison die Stadt mit Leben füllen kann. Die Bregenzer zeigten sich sehr interessiert an den vielseitigen Aktionen, die in Friedrichshafen auch am Samstag für eine belebte Stadt sorgen, und kündigten ihren Gegenbesuch auf dem Schlemmermarkt und beim Verkaufsoffenen Sonntag an, der in Österreich bisher nicht genehmigt wird.

Anschließend ging es mit Peter Spritzendorfer, dem Leiter Veranstaltungsmanagement, im Festspielhaus weiter zu einer Führung rund um eindrucksvolle Bühnentechnik und die vielfältigen Möglichkeiten des Hauses als Kongress- und Kulturstätte.

Noch sehr viel Luft nach oben

Danach übernahm Margit Bilgeri als Coach die Moderation der Klausurtagung. Mit viel Erfahrung im Bereich Regionalentwicklung und erfrischender „Bregenzerwälder Art“ brachte sie für den Vorstand des Stadtforums ganz neue Perspektiven ins Spiel. Den Austausch, die Vielfalt und die Kontinuität im Stadtforum schätzten alle Vorstandsmitglieder als sehr wertvoll ein. Einig war man sich dennoch, dass noch sehr viel Luft nach oben sei, was das Potential von Friedrichshafen und die Schlagkraft des Stadtforums angehe. Um hier mehr für die Stadt zu erreichen, will das Stadtforum zukünftig auf konkrete Aktionen und noch mehr entschlossene Einmischung setzen, heißt es.

„Wir müssen mehr handeln statt zu lamentieren, selbst voran gehen und damit einen Sog erzeugen, der mitreißt“, fasst Stefan Lanz die Grundidee zusammen. „Der Besuch in Bregenz zeigt, dass man immer denkt, das Gras sei bei den anderen viel grüner. Ich wünsche mir daher ein positives Grundgefühl und mehr Stolz und Selbstbewusstsein für Friedrichshafen, ohne dass wir uns darauf ausruhen.“ Um weitere Fokusthemen und greifbare Ziele festzulegen, wollen die Stadtforum-Vorstände am 16. April ihre Klausurtagung direkt fortsetzen.

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