Stadt verneint einen Planungsfehler in der Keplerstraße

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Es wird noch dauern, bis die Keplerstraße fertig wird.
Es wird noch dauern, bis die Keplerstraße fertig wird. (Foto: Ras)

Es ist laut Stadtverwaltung kein Planungsfehler, der zur Verzögerung auf der Baustelle Keplerstraße geführt hat. Das sagen die Tuttlinger Baufirma und Stadt Friedrichshafen gleichermaßen aus. Auch verneint die Baufirma, derzeit Materialbeschaffungsprobleme zu haben.

Kaum waren die Gründe für die Verzögerungen dieser Baustelle um mehrere Monate grob umschrieben, wurden Gerüchte laut, weswegen es angeblich tatsächlich länger dauere, bis die Keplerstraße fertig werde. Die Rede war von erheblichen Planungsfehlern, die zu einem zu breit gebauten Grünstreifen in der Mitte geführt hätten. Daher wiederum würden jetzt die Fahrspuren und die Radwege zu schmal ausfallen. Gleichzeitig habe die Baufirma Materialbeschaffungsprobleme. Susanne Gräfin Kesselstatt, Geschäftsführerin der Baufirma Storz, weist letzteren Vorwurf Aussagen von sich. „Bei der Sanierung der Keplerstraße ergab sich eine Verlängerung der Bauzeit aufgrund zusätzlicher Bauabschnitte“, schreibt sie in einer E-Mail an die Redaktion. Auch die Stadt widerspricht den mutmaßlichen Gründen: „Es gab weder Planungsfehler noch sind Rückbauten notwendig.“

Auf Facebook ärgern sich die Nutzer über die Baustelle – auch wenn die Diskussion nicht so intensiv geführt wird wie bei anderen Baustellen in der Stadt. Es geht in einem Beitrag um die Ausschreibung von Baumaßnahmen und die Frage, ob es sinnvoll sei, stets das günstigste Angebot zu nehmen. „Sind die Ausschreibungen nicht exakt gefasst, mangelt es an der Kontrolle oder sind die Fachstellen einfach nur überfordert, fachlich wie auch personell“, fragt ein Nutzer.

Die Anlieger der Keplerstraße beklagen sich über wegfallende Parkplätze. Die Erreichbarkeit ihrer Wohnungen sei nicht eingeschränkt – so argumentiert die Stadtverwaltung – die Umleitungen seien tragbar und nicht sonderlich kompliziert zu fahren.

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