Sportwetten, Burger und Potenzpillen: Wer steckt hinter „Rammbock“?

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Auf Facebook wird weiter für das gefährliche Potenzmittel geworben. Dieser Facebook-Screenshot zeigt eine Verpackung des Mittels, das mutmaßlich in Wettbüros vertrieben wurde. (Foto: Screenshot Facebookseite Rammbock)
Digitalredakteur

Der Betreiber des Wettbüros „X-Tip Sportwetten“ weist darauf hin, dass es sich bei dem im Artikel „Sportwetten, Burger und Potenzpillen: Wer steckt hinter „Rammbock“?“ vom 16. April genannten – und nicht näher beschriebenen - Wettbüro, von dem aus möglicherweise das gefährliche Potenzmittel Rammbock vertrieben wurde, nicht um sein Unternehmen handelt.

 

Wettbüros agieren derzeit in einer rechtlichen Grauzone. Auf Anfrage von Schwäbische.de teilt das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe mit:

"Es ist richtig, dass Wettbüros derzeit keine glücksspielrechtliche Erlaubnis bekommen können. Dieser Zustand, resultiert daraus, dass das bundesweite Konzessionsvergabeverfahren für sogenannte Wettveranstalter, das vom hessischen Innenministerium eingeleitet wurde, aufgrund zahlreicher Konkurrentenklagen von den Gerichten gestoppt wurde. Weil die Genehmigung von Sportwettvermittlungsstellen aber nur für die Wettvermittlung an konzessionierte Wettveranstalter erteilt werden kann, verfügt bis heute keine Wettvermittlungsstelle über die an sich erforderliche Genehmigung. Andererseits kann eine Vermittlungsstelle nach ständiger Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte aber allein wegen der (zwangsläufig) fehlenden Genehmigung nicht geschlossen werden. Neben der formellen Rechtswidrigkeit müssen Verstöße gegen materielle Vorschriften vorliegen, damit die Glücksspielaufsicht tätig werden kann. Darunter fallen zum Beispiel die Verbote des Landesglücksspielgesetzes, Wettvermittlungsstellen mit einer Spielhalle in dem selben Gebäude oder in einer Gaststätte zu betreiben oder mangelnde Zuverlässigkeit des Betreibers."

Abhilfe bringe möglicherweise eine Änderung des Glücksspielstaatsvertrages, auf die sich die letzte Ministerpräsidentenkonferenz Ende März geeinigt habe. Konkurrentenklagen im Vergabeverfahren sollen dadurch verhindert werden, dass die Zahl der Konzessionen für Wettveranstalter nicht mehr begrenzt sei. Jeder Antragsteller, der die qualitativen Mindestanforderungen einhalte, könne dann die Konzession erhalten. Sollte die Ratifizierung in allen Bundesländern gelingen, könnten die Genehmigungsverfahren für die bereits bestehenden Wettvermittlungsstellen Anfang 2020 durchgeführt werden. (saf)

Deutschlandweit wurde vor dem potentiell tödlichen Potenzmittel "Rammbock" gewarnt. Der Ursprung der gefährlichen Medizin liegt in Friedrichshafen - und das Mittel ist nicht die erste Geschäftsidee...

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Der Betreiber des Wettbüros „X-Tip Sportwetten“ weist darauf hin, dass es sich bei dem im Artikel „Sportwetten, Burger und Potenzpillen: Wer steckt hinter „Rammbock“?“ vom 16. April genannten – und nicht näher beschriebenen - Wettbüro, von dem aus möglicherweise das gefährliche Potenzmittel Rammbock vertrieben wurde, nicht um sein Unternehmen handelt.

 

Wettbüros agieren derzeit in einer rechtlichen Grauzone. Auf Anfrage von Schwäbische.de teilt das zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe mit:

"Es ist richtig, dass Wettbüros derzeit keine glücksspielrechtliche Erlaubnis bekommen können. Dieser Zustand, resultiert daraus, dass das bundesweite Konzessionsvergabeverfahren für sogenannte Wettveranstalter, das vom hessischen Innenministerium eingeleitet wurde, aufgrund zahlreicher Konkurrentenklagen von den Gerichten gestoppt wurde. Weil die Genehmigung von Sportwettvermittlungsstellen aber nur für die Wettvermittlung an konzessionierte Wettveranstalter erteilt werden kann, verfügt bis heute keine Wettvermittlungsstelle über die an sich erforderliche Genehmigung. Andererseits kann eine Vermittlungsstelle nach ständiger Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte aber allein wegen der (zwangsläufig) fehlenden Genehmigung nicht geschlossen werden. Neben der formellen Rechtswidrigkeit müssen Verstöße gegen materielle Vorschriften vorliegen, damit die Glücksspielaufsicht tätig werden kann. Darunter fallen zum Beispiel die Verbote des Landesglücksspielgesetzes, Wettvermittlungsstellen mit einer Spielhalle in dem selben Gebäude oder in einer Gaststätte zu betreiben oder mangelnde Zuverlässigkeit des Betreibers."

Abhilfe bringe möglicherweise eine Änderung des Glücksspielstaatsvertrages, auf die sich die letzte Ministerpräsidentenkonferenz Ende März geeinigt habe. Konkurrentenklagen im Vergabeverfahren sollen dadurch verhindert werden, dass die Zahl der Konzessionen für Wettveranstalter nicht mehr begrenzt sei. Jeder Antragsteller, der die qualitativen Mindestanforderungen einhalte, könne dann die Konzession erhalten. Sollte die Ratifizierung in allen Bundesländern gelingen, könnten die Genehmigungsverfahren für die bereits bestehenden Wettvermittlungsstellen Anfang 2020 durchgeführt werden. (saf)

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