Sportkreis organisiert Schwimmkurse für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund

Lesedauer: 3 Min
Sind mit Spaß bei der Sache: die Mädchen und Jugendlichen mit ihren Schwimmlehrerinnen Lisa Reisch (hinten rechts) und Monika Sc
Sind mit Spaß bei der Sache: die Mädchen und Jugendlichen mit ihren Schwimmlehrerinnen Lisa Reisch (hinten rechts) und Monika Schneider-Maier (vorne rechts) sowie Sportkreispräsidentin Eveline Leber (hinten links). (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Sportkreis Bodensee - Integration durch Sport ist seit vielen Jahren das Anliegen der Deutschen Sportjugend (dsj) im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Im Zuge dessen läuft im Sportkreis Bodensee derzeit ein Schwimmkurs für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund.

16 Mädchen und junge Frauen paddeln fröhlich mit ihren Schwimmbrettern durchs ein Meter tiefe Lehrschwimmbecken des Sportbads in Friedrichshafen und warten auf die Anweisungen der beiden Schwimmlehrerinnen. In der ersten Stunde stand Wassergewöhnung auf dem Plan. „Einige Mädchen hatten am Anfang Angst“, sagt Monika Schneider-Maier aus Markdorf. Zusammen mit Lisa Reisch bringt sie den 16 Mädchen das Schwimmen bei. Zweimal in der Woche treffen sich die beiden pensionierten Sportlehrerinnen mit den Mädchen, die unter anderem aus Syrien und Afghanistan stammen, zum Schwimmunterricht.

„Es freut mich, dass es so gut angelaufen ist“, sagt Kurt Rogalla. Als Sportmittler im Sportkreis Bodensee hat er die Bewerbungsunterlagen für die Fördergelder zusammengestellt und den Schwimmkurs organisiert. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich“, betont er. Mit den Fördergeldern werden die Eintrittsgelder beglichen und Aufwandsentschädigung für die Schwimmlehrerinnen bezahlt.“ 20 Prozent der Kosten muss der Sportkreis Bodensee selbst aufbringen.

Der erste Schwimmkurs soll nicht der letzte sein. „Im westlichen Bodenseekreis stehen noch zwölf Teilnehmerinnen auf der Warteliste“, sagt Sportkreispräsidentin Eveline Leber. „Ideal wäre es, wenn wir ein Lehrschwimmbecken in Überlingen finden würden, dann könnte der nächste Kurs starten“, so Leber.

Das Ziel, so Kurt Rogalla, ist es, die Mädchen langfristig für den Schwimmsport zu begeistern und sie bei folgenden Kursen als Schwimmhelferinnen einzusetzen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen