Sportfreunde Friedrichshafen sind trotz Niederlage Meister

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 Die Sportfreunde Friedrichshafen machten in der 2. Bundesliga Süd/West ihr Meisterstück trotz einer Niederlage perfekt.
Die Sportfreunde Friedrichshafen machten in der 2. Bundesliga Süd/West ihr Meisterstück trotz einer Niederlage perfekt. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der abschließende Spieltag in der 2. Sportkegel-Bundesliga Süd/West hat sich für die Sportfreunde Friedrichshafen doch noch als wahrer Nervenkrimi gezeigt. Die Häfler Mannschaft musste, um sicher zu gehen, auswärts der SG Wolfach-Oberwolfach einen Punkt abtrotzen, um aus eigener Kraft Meister zu werden. Jedoch machten die Gastgeber aus dem Schwarzwald, die dem Abstiegsgespenst entgehen wollten, dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

Der Tabellenführer vom Bodensee verlor dieses immens wichtige Spiel mit 3:5 (3279:3319) und musste deshalb auf den Ausgang der Partie im 23 Kilometer entfernten Unterharmersbach schauen. Dort empfing der Meisterschaftskontrahent den SC Regensburg zeitlich nach hinten versetzt. Die Ausgangslage nach der Häfler Niederlage war klar: Erzielt Unterharmersbach sieben oder mehr Mannschaftspunkte, hätten die Sportfreunde den ersten Tabellenplatz abgeben und damit die Hoffnung auf die Teilnahme am Aufstiegsturnier für die 1. Bundesliga begraben müssen.

Jedoch zeigte sich nach der Mittelpaarung, dass Friedrichshafen doch den Titel in der 2. Bundesliga Süd/West 2018/19 holen würde, da Unterharmersbach lediglich sechs Mannschaftspunkte erspielte. Wobei es sich laut Pressemitteilung unterm Strich um eine knappe Angelegenheit handelte: bei Punktgleichheit war lediglich ein halber Mannschaftspunkt Vorsprung ausschlaggebend.

Das Spiel der Häfler sollte auf den schwierigen Wolfacher Bahnen ein Auf- und Ab werden. Mario Listes (544) konnte zu Beginn seinen 3:1-Erfolg gegen Björn Albrecht (541) erst im Schlussdurchgang mit zwei Holz Unterschied (141 zu 139) erlangen.

Ein Kegel fehlt für den Sieg

Demgegenüber musste Dejan Lotina (519) relativ bitter seinen Punkt an Marcel Dörfel (521) abgeben. Im letzten Wurf des Vergleichs, den der Häfler nochmals auf die Vollen machen konnte, fehlte ihm lediglich ein Kegel für den Sieg. Mit 1:1 und einem Holz Vorsprung starteten die Sportfreunde anschließend in die Mittelpaarungen.

Hier folgten zwei wichtige Punkte für die Gästemannschaft aus Friedrichshafen, die letztendlich für die Meisterschaft ausschlaggebend waren. Nicolai Müller (569) hatte bei seinem 3:1-Erfolg den Wolfacher Florian Faißt (542) jederzeit im Griff. Parallel dazu konnte Lukas Funk (581) in einem doch sehr umkämpften Match seinen Punkt mit 3:1 gegen Jürgen Rommelfanger (570) gewinnen. Mit einem 3:1 und 39 Holz Vorsprung ging es zum finalen Akt.

Hier gab Darko Lotina (553) seinen Punkt bei 2:2 Sätzen an Mario Faißt (568) ab. Auch Celestino Gutierrez (513) zog gegen Marco Teller (577) beim 0:4 klar den Kürzeren. Neben den nicht gewonnenen Einzeln mussten die zwei Mannschaftspunkte, die mit dem Gesamtergebnis einhergingen, ebenfalls an die Hausherren abgegeben werden – was zum finalen Ergebnis von 3:5 aus Friedrichshafener Sicht führte. Somit waren alle Blicke auf Unterharmersbach gerichtet.

Zum Ende des Spieles in Wolfach hatten sich die Regensburger bereits einen Punkt erkämpft. Schlussendlich machte Gästespieler Oskar Huth von der Donaustadt den zweiten und entscheidenden Punkt, sodass der Titel nun an die Kegler vom Bodensee wandert.

Am 30. und 31. März findet nun das Aufstiegsturnier zur 1. Sportkegel-Bundesliga statt. Dort sind, neben den Häflern auch der Rot-Weiss Hirschau, der SV Geiseltal-Mücheln und der SK Markranstädt vertreten. Die zwei erstplatzierten Teams bei diesem Turnier im Modus „Jeder gegen jeden“ werden nächstes Jahr in der 1. Bundesliga spielen.

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