Speedskaten: Maurice Marosi gelingt ansprechender Saisonstart beim Europacup

 Der Friedrichshafener Maurice Marosi verpasste beim 100-Meter-Sprint in Portugal um eine Rollenlänge den Sieg.
Der Friedrichshafener Maurice Marosi verpasste beim 100-Meter-Sprint in Portugal um eine Rollenlänge den Sieg. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische.de

Der Friedrichshafener Speedskater Maurice Marosi hat im April die ersten Wettkämpfe in der neuen Saison absolviert. Er startete bei zwei Europacup-Rennen und zeigte sowohl in Groß-Gerau als auch in Lagos in Portugal ansprechende Leistungen.

Die dritte Station des Inline-Speedskating Europacups ist am vergangenen Wochenende in Deutschland über die Bühne gegangen. Am internationalen Speedskatng Kriterium in Groß-Gerau bei Frankfurt nahmen insgesamt 440 Sportler aus 25 Nationen teil, darunter weit angereiste Skater aus Kolumbien, Argentinien, Chile, USA, Ecuador, Hongkong, Neuseeland und Indien. Mit über 100 Skatern war auch Deutschland bei diesem zum 44. Mal ausgetragenen Traditionsrennen zahlreich vertreten. Zu diesen gehörte Marosi vom Speedteam Bodensee in der Altersklasse Jugend, der sich als zusätzliche Herausforderung in diesem Jahr mit mit älteren Sportlern in seiner Altersklasse messen muss.

Spannende Zielsprints

Marosi legte hervorragend los. In der 300 Meter-Einzelsprint-Qualifikation sicherte sich der 15-jährige Schüler vom Graf-Zeppelin-Gymnasium in Friedrichshafen mit 25,71 Sekunden einen Platz im Finale der besten Sechs aus 55 Skatern in seiner Altersklasse. Im Finale am späten Freitagabend unter Flutlicht unterbot er seine Zeit sogar noch einmal und gewann diesen Wettbewerb mit 25,40 Sekunden – ein Achtungserfolg bei der starken internationalen Konkurrenz. Als einziger Deutscher schaffte er es dann einen Tag später über 500 Meter erneut ins Finale, was mit einem Fotofinish ermittelt wurde. Bei einem wieder einmal knappen Sprint über die Ziellinie erreichte Marosi nach dem siegreichen Tschechen Adrian Vajansky (41,605 Sekunden) mit 41,766 Sekunden den zweiten Platz.

Zudem qualifizierte sich Marosi für das A-Finale über die 3000 Meter. Dort belegte er den 19. von 20 Plätzen. Zum Abschluss stand das 5000-Meter-Eliminator-Rennen an. Hier fuhren die Sportler mit hohem Tempo dicht aufeinander, es gab einige Stürze und Marosi kam als Siebter ins Ziel. Auch in der Gesamtwertung sprang den Friedrichshafener der siebte Platz heraus, sodass er sich in Groß-Geraus als bester deutscher Sportler in seiner Altersklasse behauptete.

Marosi ist zudem Teil der deutschen Jugendnationalmannschaft der Inline-Speedskater, welche die Saison beim Europacup im portugiesischen Lagos eröffnet haben. An drei Wettkampftagen wurden am zweiten Aprilwochenende die Rennen auf dem 200-Meter-Oval als auch auf der Straße ausgetragen. Das Teilnehmerfeld der Altersklasse Jugend war mit insgesamt 48 Sportlern aus Nationen wie Spanien, Holland, Deutschland und Portugal gut besetzt.

Sein bestes Ergebnis erzielte der Friedrichshafener beim 100-Meter-Sprint am letzten Wettkampftag. Im Finale lieferte er sich ein enges Rennen mit dem Spanier Jorge Vega Fernandez und dem Portugiesen Miguel Monteiro. Fernandez schaffte es um eine Rollenlänge mit 10,871 Sekunden schneller ins Ziel, Marosi landete auf dem Straßenkurs mit 10,905 Sekunden auf Rang zwei. Der 15-jährige vom Speedteam Bodensee erhielt weitere sechs Punkte und erreichte somit in der Gesamtwertung in Portugal den neunten Platz, nachdem er sich zuvor auch über 3000 Meter für das Finale (17. Platz) qualifizierte.

Nach den spannenden Renntagen in Portugal ging es für Marosi dann nahtlos weiter mit einem mehrtägigen Trainingslager des deutschen Bundeskader, bevor der 15-jährige Friedrichshafener sich dann am vergangenen Wochenende am Europacup-Rennen in Groß-Gerau von einer sehr guten Seite zeigte.

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