SPD kritisiert Vorstoß zu Netzgehegen

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Schwäbische Zeitung

Die SPD im Bodenseekreis zeigt sich laut einer Pressemitteilung verwundert über den erneuten Vorstoß der Genossenschaft Regio Bodensee Fisch zu Netzgehegen im Bodensee. „Unseres Erachtens ist die Situation klar: Es gibt keine rechtliche Grundlage für solche Anlagen im Bodensee. Darüber hinaus sehen wir Aquakultur – sowohl im See, als auch in Kreislaufanlagen an Land – grundsätzlich kritisch“, so Rainer Röver, Vorsitzender der Kreis-SPD, auf einer Konferenz des Kreisverbands am vergangenen Montag.

Stattdessen wollen die Genossen die ökologischen Bedingungen verbessern, um den natürlichen Fischbestand zu erhöhen. Dazu gehörten Maßnahmen wie die Renaturierung von Uferbereichen ebenso wie ein Kormoran-Management, wird Norbert Zeller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, zitiert. „Solche Maßnahmen waren bereits Teil unseres Kreistagswahlprogramms, und wir werden daher weiter gegen Netzgehege im Bodensee kämpfen“, so Zeller, der sich, wie die Genossen schreiben, erst im September mit dem Chef der Landes-SPD, Andreas Stoch, bei den Berufsfischern über deren aktuelle Situation informiert hatte. „Wir fordern hier aber auch von Martin Hahn, Farbe zu bekennen.“ ergänzt Rainer Röver. Der grüne Landtagsabgeordnete hatte sich laut SPD in der Vergangenheit – anders als andere Mitglieder der grünen Landtagsfraktion – wiederholt offen für Aquakultur gezeigt. „Wir sind jedoch der Ansicht, dass dieses Thema langsam endgültig abgeschlossen werden sollte – mit einem klaren Bekenntnis zu einem ökologischen See und gegen Massentierhaltung“, so Röver weiter.

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