SPD informiert sich über die Verkehrsproblem in der Region

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Mitglieder der SPD aus dem Kreis und dem Landtag tauschen sich mit Landrat Lothar Wölfle, Jürgen Löffler und Wilfried Franke übe
Mitglieder der SPD aus dem Kreis und dem Landtag tauschen sich mit Landrat Lothar Wölfle, Jürgen Löffler und Wilfried Franke über die Verkehrssituation in Bodenseekreis aus. (Foto: sapo)

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Die Verkehrssituation im Bodenseekreis ist ein Dauerthema: Der Ausbau der B31-neu zieht sich, die Bodenseegürtelbahn soll elektrifiziert werden und der Schienenersatzverkehr der Südbahn, die derzeit elektrifiziert wird, verärgert die Fahrgäste.

Über die Verkehrspolitik und wie die Probleme im Bodenseekreis gelöst werden könnten, sprachen Vertreter der SPD-Kreis- und Landtagsfraktion am Mittwoch mit Landrat Lothar Wölfle, dem Verbandsdirektor des Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, Wilfried Franke, sowie dem Geschäftsführer der Bodensee-Oberschwaben Verkehrsbundgesellschaft (bodo), Jürgen Löffler, im Landratsamt.

An zwei Tagen sind die SPD-Mitglieder vom Arbeitskreis Verkehr im Bodenseekreis unterwegs, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Stationen sind neben dem Landratsamt auch der Flughafen und ein Treffen mit den Hagnauer und Meersburger Bürgern, die in Vekehrsinitiativen Varianten zum Ausbau der B31-neu erarbeitet haben.

Landrat Lothar Wölfle betonte bei seiner Begrüßung, wie wichtig es für den Kreis ist, dass die Verkehrsproblematik angegangen wird. „Wenn es einen Schwachpunkt gibt im Bodenseekreis, dann ist es der Verkehr. Wir sind sehr froh, dass wir bei der Südbahn da stehen, wo wir stehen“, sagte Wölfle. Er sei dem Land sehr dankbar für den Einstieg in das Projekt. „Wir sind auf die Hilfe des Landes und des Bundes angewiesen“, sagte er.

Problem: Schienenersatzverkehr

Der Verbandsdirektor des Regionalsverbands Bodensee-Oberschwaben, Wilfried Franke, betonte, wie froh er sei, dass die Dinge bei der Südbahn ins Laufen kommen. „Es gibt trotzdem noch eine Reihe von Problemen“, sagte er. Eines sei der Schienenersatzverkehr. „Wir brauchen eigentlich einen Schienenersatzverkehr, der nicht von der Stange kommt und auch etwas mehr kostet“, sagte Franke. Er befürchtet, dass nach dem B31-Ausbau bei Überlingen und zwischen Ravensburg und Meckenbeuren erst einmal lange nichts folgen wird. Deshalb will er die Sache selbst in die Hand nehmen. „Wir überlegen, eine GmbH zu gründen, um selbst Bundesstraßen planen zu können“, sagte er.

Auch Jürgen Löffler sieht Probleme im Bus- und Bahnverkehr. „Wir brauchen eine komfortable Alternative zum Autofahren“, sagte er. Ein halbstündiger Takt von Zügen sei dabei unabdingbar. Wichtig sei es für den Verbund auch, die Schüler als Fahrgäste zu behalten. „Wenn wir weiter Schüler verlieren, wird das an die Substanz des ÖPNV gehen“, sagte er. Martin Rivoir, SPD-Landtagsabgeordneter, betonte, dass es beim Straßenausbau auch an Fachkräften im Land fehle. Deshalb setze sich die SPD für einen neuen Studiengang in Mosbach ein, wo Ingenieuere mit dem Fachgebiet Straßenbau ausgebildet werden. Norbert Zeller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Bodenseekreis, zog ein positives Fazit. „Wir haben viel mitgenommen und uns ist wichtig, dass unser Treffen nachhaltig ist“, sagte er.

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