SPD fordert mehr Tempo-30-Zonen für Kluftern

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Schwäbische Zeitung

Ein heißes Thema nach dem anderen packten die Klufterner Sozialdemokraten bei ihrem letzten Treffen vor der Sommerpause an, teilt der SPD-Ortsverein Kluftern mit. Die Genossen sprachen über die Grillhütte, den Platz am Bürgerhaus, Barrierefreiheit, eine Trauerhalle auf dem Friedhof, die Ortsbücherei und Verkehrssicherheit.

Geht es nach der SPD, soll aus der Grillhütte eine Waldhütte werden. Waldbrandgefahr, Vandalismus, Lärm und verdreckte Grillstellen haben zu heftiger Kritik geführt. Die weitere Nutzung der Grillhütte wäre nur möglich, so die Verwaltung, wenn mehr als 50 000 Euro und laufender Verwaltungsaufwand in den Betrieb gesteckt würden. Die SPD will die im Ehrenamt erstellte Hütte erhalten – als Rastplatz und regensichere Hütte für Gruppen aus Kluftern, für Radler und Wanderer. Alle Feuerstellen und der Grill sollen beseitigt werden, ebenso alle alle Sitzplätze außerhalb der Hütte.

Der öde asphaltierte Platz zwischen Halle und Bürgerhaus soll laut SPD aufgewertet werden. Die Sozialdemokraten lobten den vorliegenden Entwurf des Stadtbauamtes.

Mehr Barrierefreiheit

Weiterhin wolle man einen barrierefreien Zugang zur Ortsverwaltung im ersten Stock des Klufterner Rathauses angehen. Dieser ließe sich durch einfache Maßnahmen verwirklichen, so Gretel Schwaderer und Heinz Wunderwald. Dazu gehören etwa eine automatisch öffnende Tür an diesem Eingang und eine Rufsäule im Erdgeschoss des Treppenhauses mit passender Höhe für Rollstuhlfahrer.

Gerade ältere Mitmenschen wünschen sich laut der Pressemitteilung eine vor Regen, Kälte und Lärm schützende Trauerhalle auf dem Klufterner Friedhof. Erste Überlegungen zu einer Umgestaltung gab es bereits vor mehr als zehn Jahren. Die Sozialdemokraten werden beantragen, passende Architektur-Entwürfe und Kostenvoranschläge zu erstellen.

Außerdem will Nina Caesar das Gespräch mit Ortsvorsteher Michael Nachbaur und der Leiterin des Medienhauses, Sabine Giebeler, suchen. Es geht um die vor zwei Jahren vom Ortschaftrat beschlossene Einführung einer „Fernleihe“ von Büchern aus dem großen Angebot des Medienhauses.

Viel Arbeit liege noch vor in Sachen Verkehrssicherheit in der Ortsdurchfahrt insbesondere nach Fertigstellung der B 31-neu. Die SPD kritisiert das Parken auf den ohnehin zu schmalen Gehwegen, wie es heißt.. Ortschaftsrat Ekkehard Reich und Nina Caesar fanden breite Zustimmung für weitere Temp-30-Abschnitte in der Ortsdurchfahrt und eine Handzettel-Aktion „ Bitte parken Sie nicht auf dem Gehweg“.

Konkrete Vorschläge für den Ausbau der Busverbindungen nach Markdorf zu attraktiven Fahrpreisen wurden ebenfalls besprochen. Man wolle noch im August Gespräche mit der Kreisverwaltung und mit Jürgen Löffler, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Bodo, führen.

Außerdem will die SPD sich weiter für Verbesserungen im Radwegenetz einsetzen und eng eng mit Bürgerinitiativen, dem ADFC und dem Umwelt-Verkehrsclub VCD zusammenarbeiten, heißt es abschließend.

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