Skatepark in der Kitzenwiese wird eröffnet

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Skater freuen sich auf Sonntag, dann wird der Skaterpark in der Kitzenwiese eingeweiht.
Skater freuen sich auf Sonntag, dann wird der Skaterpark in der Kitzenwiese eingeweiht. (Foto: dpa/Silas Stein)
Schwäbische Zeitung

Der neue Skatepark in der Kitzenwiese wird am Sonntag, 22. September offiziell eröffnet. Das Skatepark Opening beginnt laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung um 11 Uhr. Ab dann können die Skater den Skatepark an diesem Tag befahren, um ein Gefühl für die neuen Elemente zu bekommen. Um 13 Uhr eröffnet Bürgermeister Andreas Köster den Park und startet die Skate- und BMX-Jamsession, heißt es weiter. Hier können alle Fahrer ihr Können beweisen. Es gibt Musik und coole Preise.

Bereits am Mittwoch, 4. September wurden laut der Stadtverwaltung die Aufbauten des der neuen Skaterparks überprüft und technisch abgenommen. Danach konnten auch die Bauzäune entfernt werden, so dass bereits in den Tagen vor der Eröffnung viele Skater die Bahn ausprobierten.

Die gesamte Skaterfläche umfasse rund 750 Quadratmeter und sei damit deutlich größer als die bisherige. Nachdem Stück für Stück die einzelnen Obstacles (Fahrelemente) von der Firma Camp Ramps geschalt, betoniert und am Ende geshaped (geglättet) wurden, wurde der Bodenbelag eingebaut. Die Herstellung der Obstacles, die zum größten Teil in Handarbeit erfolgt, setze ein sehr hohes handwerkliches Können und praktische Erfahrung im Skaten und Biken voraus, heißt es in der Mitteilung weiter.

Damit die Betonflächen nicht zu schnell aushärten und sich dadurch Risse bilden, wurden die Flächen mit Folien abgedeckt. Jetzt seien auch die letzten Betonier-Arbeiten ausgeführt, so dass die Skaterbahn an die Jugendlichen übergeben werden kann. Betreut wurden Planung und Bau des neuen Skateparks von der Abteilung Stadtgrün im Stadtbauamt. Entwickelt wurde er von Landschaftsarchitekt Ralf Maier aus Köln in mehreren Workshops gemeinsam mit den Jugendlichen.

Der neue Skatepark biete zukünftig viel Platz und Freiräume und lasse so eine kreative Nutzung für Anfänger bis Könner zu. Eine Besonderheit sei der „liegende Pfennig“, eine runde Form, die sich aus einer schrägen Ebene heraushebt und auf den Skateplätzen der Umgebung nicht zu finden ist. Da die neue Anlage eine zusätzliche Beleuchtung erhalte, könne zukünftig auch im Winter und am Abend länger geskatet werden. Sobald die Beläge ausreichend ausgehärtet sind, werden die fehlenden Holzrampenelemente aufgestellt, die überwiegend von Bikern genutzt werden.

Jugendliche bringen Ideen ein

Nachdem die Stadt Friedrichshafen im Herbst 2016 ein Beteiligungsverfahren zur Sanierung der Skateanlage in der Kitzenwiese angestoßen hatte, meldeten sich zahlreiche Jugendliche, um ihre Anregungen und Wünsche einzubringen.

Initiator für die Sanierung der Skateanlage war das Amt für Bildung, Betreuung und Sport sowie das Jugendparlament und die Jugendbeteiligung der Stadt. In zwei Jugendbeteiligungsprozessen im Frühjahr 2017 brachten sich fast 30 Skater, Biker und Rollerfahrer im Alter zwischen zehn und 35 Jahren mit ihren Ideen und sehr viel Engagement ein. Diese Ergebnisse übergaben die Jugendlichen im Mai 2017 an die Beauftragten für Jugendbeteiligung der Stadt Friedrichshafen.

Diplom-Ingenieur Ralf Maier, Sachverständiger und Gutachter für Bike- und Skateparks und Mitglied im Normenausschuss für Skateanlagen wurde beauftragt, den Skatepark nach den geäußerten Wünschen der Jugendlichen zu planen. Diese Ergebnisse setzte die Firma Camp Ramps in den letzten Wochen um. Die Umbauarbeiten sind nun abgeschlossen, so dass die neue Anlage an die Jugendlichen jetzt übergeben werden kann.

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