Sieben Täuflinge brauchen viel grünen Krötenschleim für ihren Schwur

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Die Fischbacher Junghexen befreien mit ihrem Tanz den Raben Wawitt aus seinem Käfig.
Die Fischbacher Junghexen befreien mit ihrem Tanz den Raben Wawitt aus seinem Käfig. (Foto: Kirsten Lichtinger)

Die Sage der alten Frau Brunnisach

Vor langer Zeit lebte in Fischbach ein altes Fräulein, genannt Frau Brunnisach. Mit einer Arznei aus Kräutern und Krötenschleim heilte sie die kranken Fischbacher. Um an den Schleim zu gelangen flog der Rabe Wawitt sie immer in den Brunnen, wo sie den Kröten den wertvollen Schleim entnehmen konnte. Um wieder herauszukommen, rief sie den Raben mit dem Fischbacher Ruf „Los a mol“. Der antwortete mit „Wa witt“ und flog sie auf seinem Rücken aus dem Brunnen. Eines Tages sperrten die Zwerggeister den Raben in einem Käfig auf dem Vitusplatz ein, als Frau Brunnisach gerade im Brunnen war. Von da an gab es keine Arznei mehr, bis die Fischbacher ihren Mut zusammennahmen und den Raben aus seinem Käfig befreiten. So konnte Wawitt Frau Brunnisach aus dem Brunnen herausfliegen und mit dem vielen Krötenschleim konnten die Fischbacher wieder geheilt werden. (frei nach Elke Burghardt)

Zahlreiche Besucher ließen sich die traditionelle Hexenerweckung und Rabenbefreiung auf dem Gelände der Mühle Dehm in Fischbach am Sonntagabend nicht entgehen. Ob es an den kühlen Temperaturen oder dem leichten Regen von oben lag, einige der sieben Täuflinge benötigten viel grünen Krötenschleim, bis sie ihren Hexenschwur flüssig aufsagen konnten. Der Stimmung und der anschließenden Aufnahme in den Bund der Brunnisach-Hexen mit einem dreifachen „Los a mol – wa witt“ tat das keinen Abbruch.

Getauft wurden Tanja Dingler, Patricia und Tanja Frank, Sascha Schmadel, Niklas Uhl, Frances Werner und Nadine Rönsch-Wiech. Zuvor zog der Seehasenfanfarenzug feierlich ein und eröffnete mit seinem Spiel die Veranstaltung musikalisch. „Zu den Höhepunkten des Abends gehört die Befreiung des Rabens Wawitt durch die Junghexen“, erklärte Hexenmeisterin Elke Burghardt. Nach deren Tanz erhielten fünf kleine Hexen den Junghexenorden. Für beste Stimmung sorgten anschließend die Jugendhexen, die mit einer schwungvollen Choreographie bei eingängiger Musik mit großem Applaus vom Publikum belohnt wurden. Mit ihren bunten Neonmasken und leuchtenden Handschuhen setzten sie auch optische Akzente. Die bucklige Frau Brunnisach bereicherte die Hexentaufe mit ihrem Besuch und verteilte mit der Klobürste Krötenschleim aus ihrem Blecheimer. „Viel ist es dieses Jahr nicht, der Sommer war so trocken“ murmelte sie dabei vor sich hin. Immerhin reichte es, um dem einen oder anderen Zuschauer die Schuhe damit zu bestreichen.

Nach der Taufe erfreuten die erwachsenen Brunnisach-Hexen die Zuschauer mit ihrem Hexentanz und erhielten dafür viel Beifall. Den Abschluss der offiziellen Veranstaltung übernahm die Lumpenkapelle „Froschties“, die nochmal musikalisch einheizte, bevor sich die Gäste im Zelt bei Hexensuppe und diversen Getränken aufwärmen konnten.

Die Sage der alten Frau Brunnisach

Vor langer Zeit lebte in Fischbach ein altes Fräulein, genannt Frau Brunnisach. Mit einer Arznei aus Kräutern und Krötenschleim heilte sie die kranken Fischbacher. Um an den Schleim zu gelangen flog der Rabe Wawitt sie immer in den Brunnen, wo sie den Kröten den wertvollen Schleim entnehmen konnte. Um wieder herauszukommen, rief sie den Raben mit dem Fischbacher Ruf „Los a mol“. Der antwortete mit „Wa witt“ und flog sie auf seinem Rücken aus dem Brunnen. Eines Tages sperrten die Zwerggeister den Raben in einem Käfig auf dem Vitusplatz ein, als Frau Brunnisach gerade im Brunnen war. Von da an gab es keine Arznei mehr, bis die Fischbacher ihren Mut zusammennahmen und den Raben aus seinem Käfig befreiten. So konnte Wawitt Frau Brunnisach aus dem Brunnen herausfliegen und mit dem vielen Krötenschleim konnten die Fischbacher wieder geheilt werden. (frei nach Elke Burghardt)

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