In den eigenen vier Wänden: Oberbürgermeister Andreas Brand (links) überreicht Alexander Decker die Schlüssel zu festen Raum für (Foto: Lydia Schäfer)
Schwäbische Zeitung
Lydia Schäfer

Das Klingelschild hängt bereits an der Tür des Nebeneingangs: Der Senioren Internet Treff (SIT) hat in der Zeppelinstraße 300 einen neuen Raum bezogen. Zwar bleibt das regelmäßige Angebot für Interneteinsteiger ab 55 plus weiterhin in den Schulen bestehen, „aber bei individuellen Problemen, sind wir in den Schulräumen an unsere Grenzen gestoßen“, sagt Alexander Decker, erster Vorsitzender des Vereins. Deshalb hat sich der Internettreff einen festen Raum, ausgestattet mit der notwendigen mit Hardware und den entsprechenden Internetanschlüssen. Durch die für die Schulen notwendigen Zugangsbeschränkungen, könne man nicht jeden Lösungsweg praktisch demonstrieren, erläutert Decker. Mit dem Equipment, das die Telekom im Rahmen von T-City gesponsert hat, und dem neuen Raum habe man jetzt diese Beratungslücke geschlossen.

Mittlerweile hat der Verein über 600 interessierte Senioren im Umgang mit dem PC und dem Internet geschult. „Die Schulungen sind von Senioren für Senioren. Wir bieten ein angepasstes Lerntempo und nehmen keine Kursgebühr, so dass jeder die Möglichkeit hat, daran teilzunehmen“, betont Decker. Insbesondere gehe es darum, die Angst vor dem Computer zu nehmen, Beratung und Betreuung anzubieten.

Keine Konkurrenz zur vhs

Im Raum der Zeppelinstraße soll künftig eine fest etablierte Sprechstunde angeboten werden. Hier könne man auch den eigenen Laptop mitbringen, um gemeinsam Probleme zu lösen. Ebenso sollen Workshops mit Themenschwerpunkten wie Bildbearbeitung angeboten werden. Es sei wichtig, dass Senioren im Bereich des Internets geschult würden. Zum einem bestehe die Gefahr, dass man irgendwann mit dem technischen Fortschritt nicht mehr mithalte, dabei würde der Umgang mit dem PC immer wichtiger. „Man muss nur an das E-Government denken, den Fahrkartenservice der Bahn oder einfach an die Möglichkeit, online einzukaufen“, nennt Alexander Decker einige der zahlreichen Möglichkeiten, die eben auch für Senioren interessant seien.

„Das Angebot der SIT ist keine Konkurrenz zu den Angeboten der Volkshochschulen“, betonte Oberbürgermeister Andreas Brand bei der offiziellen Schlüsselübergabe, sondern sei vielmehr eine passgenaue Ergänzung des bestehenden Angebotes. Nach Pfingsten soll der regelmäßige Treff etabliert werden. Genaue Termine, auch für die themenbezogene Kurse, würden noch bekannt gegeben.

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