Simon Diesch (rechts) und Philipp Autenrieth freuen sich über den Erfolg.
Simon Diesch (rechts) und Philipp Autenrieth freuen sich über den Erfolg. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung
Volker Göbner

Nach ihrem Sieg bei der deutschen Meisterschaft im 470er vor einem Monat haben Simon Diesch und Philipp Autenrieth (Württembergischer Yacht-Club/Bayerischer YC) eine weitere Regatta gewonnen. Sie holten sich den „Grand Prix d’Armistice“ in Maubuisson (in Südwestfrankreich bei Bordeaux). 34 Teams aus sieben Nationen waren dort am Start.

An vier Tagen kamen auf dem Lac d’Hourtin jedoch nur drei Wettfahrten zustande. „Es war schönes Herbstwetter, wie auf dem Bodensee: zwei Stunden neblig am Morgen, dann Sonne – aber nur leichter Wind“, so Simon Diesch.

Maximale herausgefholt

Etliche andere Klassen waren bei diesem französischen Herbstklassiker (in den Vorjahren für die 470er auch als französische Meisterschaft gewertet) ebenfalls vertreten. „Die Wettfahrtleitung hat das Maximale rausgeholt“, meint Diesch.

Im ersten Rennen waren Simon Diesch/Philipp Autenrieth nach einem nicht ganz so gelungenen Start an der Luvtonne nur Neunte, holten dann aber bis auf Rang drei auf. Im zweiten Lauf, tags darauf, waren sie schonmal Vierte am Luvfass, gingen aber dann mehr Risiko. No risk, no fun – aber diesmal klappte es nicht. Sie fielen bis auf Rang acht zurück, konnten jedoch bis zum Ziel wieder auf vier aufholen.

„Das dritte Rennen war unser ‚Home-run’“, betont WYC-Segler Simon Diesch und strahlt dabei. Vom Start weg lagen sie in Führung, bauten den Vorsprung immer weiter aus, bis sie schließlich im Ziel waren, als viele andere noch ums Leefass dümpelten. Auch am vierten und letzten Tag war dann wieder kein Wind, so- dass Diesch/Autenrieth den Sieg eben nach nur drei Rennen feiern konnten.

Mit den Plätzen drei, vier und eins kamen sie auf acht Punkte, ebenso wie die Franzosen Hippolyte Machetti und Sidoine Dantes (SR Antibes) auf Rang zwei.

Seit dem Frühjahr segeln Simon Diesch und Philipp Autenrieth gemeinsam als Team im 470er. Erst im September haben sie bekannt gegeben, eine Olympia-Kampagne für Tokio 2020 zu starten. In den kommenden Tagen trainieren sie mit dem Bundeskader bei Genua. Bis Weihnachten stehen dann noch zwei internationale Regatten auf ihrem Plan, in Imperia (Italien) und Palamos (Spanien).

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