Daniel Rombach freut sich nach den harten Strapazen.
Daniel Rombach freut sich nach den harten Strapazen. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

In der Slowakei, hat die 24-Stunden-MTB-Europameisterschaft stattgefunden. Einer, der sich dieser außergewöhnlichen Herausforderung stellte, war Daniel Rombach, Elitefahrer des RSV Seerose Friedrichshafen. Der MTBler schloss diese EM der Extreme mit einem hervorragenden Platz elf ab.

Die 108 startenden Einzelfahrer der Soloklasse hatten während 24 Stunden, einen 9,5 Kilometer langen Rundkurs so oft wie möglich zu durchfahren. Gespickt mit zwei Steilanstiegen, drei langen Rampen, Singletrails und Downhillpassagen, forderte die Runde den Wettkämpfern das Äußerste ab. Früher oder später erreichte jeder Fahrer seine physischen Grenzen, die nur mit mentaler Stärke zu kompensieren war.

Auch Rombach erlebte diese Grenze. Nach heftig einsetzendem Gewitter, das den Kurs tief, matschig, und in den Trails nahezu unfahrbar machte, war es ein Sturz, der ihn in ein Motivationsloch warf. Nun waren die Betreuer gefragt, die Rombach eine Pause verordneten, die jedoch nur so lange dauerte, wie die Rennorganisation benötigte, um die Strecke in den Trails vom Schlamm zu befreien. Der Extremsportler verlor danach Platz auf Platz an die Konkurrenz. Der Sonnenaufgang zeigte dann einen stark gezeichneten Rombach, der ob Beinschmerzen in die Massagebox musste. Danach ging er die letzten vier Stunden der EM an. Trotz erneut einsetzendem Regen fuhr er die in der Nacht verlorenen Platzierungen wieder ein. Nach 24 Stunden und 15 Minuten war es vorbei. Völlig entkräftet, jedoch überglücklich beendete der Seerosefahrer die Europameisterschaft auf Platz elf und verpasste nur knapp die von ihm selbst gesetzte Top Ten-Vorgabe.

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