Seenachtsfest verläuft friedlich

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Menschen verfolgen von zwei über den Rhein führenden Brücken aus das Feuerwerk des Seenachtsfestes in Konstanz. Zahlreiche Mensc
Menschen verfolgen von zwei über den Rhein führenden Brücken aus das Feuerwerk des Seenachtsfestes in Konstanz. Zahlreiche Menschen säumten während des Lichtspektakels das Bodenseeufer. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Polizei zieht eine durchweg positive Bilanz des Seenachtsfest 2017 in Konstanz. Einige Sorgen machten den Beamten lediglich die Anreise. Diese wurde gegen 14.00 Uhr durch einen Unfall auf der A81 behindert.

Ein in Richtung Süden fahrender 77-jähriger Lenker eines Dacia prallte kurz vor dem Autobahnkreuz Hegau in das Heck eines 29-jährigen Mercedesfahrer, dessen Fahrzeug durch die Wucht des Aufpralls auf einen vorausfahrenden Audi aufgeschoben wurde. Die vier Insassen des Mercedes, der 48-jährige Fahrer des Audi und der Fahrer des Dacia wurden dabei leicht verletzt, während die Beifahrerin des Dacia stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden musste.

An den drei nicht mehr fahrbereiten Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 30.000 Euro. Zur Unfallaufnahme, Versorgung der Verletzten und Bergung der Fahrzeuge mussten die Fahrspuren gesperrt werden, wodurch sich ein bis zu elf Kilometer langer Rückstau gebildet hat. Gegen 16.00 Uhr konnte die Unfallstelle geräumt werden.

Ansonsten verlief der Anreiseverkehr, der hauptsächlich am späteren Nachmittag einsetzte, ohne Probleme. Zahlreiche Festbesucher nutzten, wie auch in den Jahren zuvor, die öffentlichen Verkehrsmittel und trugen dadurch zur Entspannung der Verkehrssituation bei.

Zum wiederholten Mal wurde der Führungs- und Einsatzstab der Polizei von den Mitarbeitern des Deutschen Wetterdienstes vor Ort beraten. Die Wetterlage gestaltete sich jedoch unproblematisch und das Feuerwerk konnte planmäßig durchgeführt werden.

Stau bei der Abreise

Wegen der starken Abwanderung nach dem Feuerwerk kam es auf der B33 im Bereich der Waldsiedlung und Kindlebildkreuzung zu zeitweise kleineren Verkehrsbeeinträchtigungen, die sich jedoch zügig normalisierten. Während sich das Festgelände in der Seestraße nach dem Feuerwerk zeitnah leerte, wurde im Stadtgarten und beim Klein Venedig bis zur Einstellung der Musikdarbietungen um 02.00 Uhr noch gefeiert. Danach war auch dort eine starke Abwanderung der Besucher festzustellen.

Die Verkehrsruhe konnte kurz nach 02.00 Uhr komplett aufgehoben werden. Besonders erfreulich war, dass zuvor auf Reinigungsarbeiten aufgrund einer im Verhältnis zu den Vorjahren deutlich geringeren Verschmutzung verzichtet werden konnte. Insgesamt dürften rund 35.000 Personen das Seenachtfest besucht haben. Insgesamt seien wegen teils gefährlicher Körperverletzung drei Strafverfahren eingeleitet worden. Außerdem habe es zwei Platzverweise gegeben. 

Auch die Bundespolizei war anlässlich des diesjährigen Seenachtfestes in Konstanz im Einsatz. Mit Schwerpunkt Bahnhof Konstanz wurde eine reibungslose An- und Abreise der Veranstaltungsbesucher gewährleistet. Es kam im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei zu keinen nennenswerten Vorfällen. Das Seenachtfest2017 ist somit auch aus bundespolizeilicher Sicht - gemessen an der Besucherzahl - äußerst friedlich verlaufen, so das Fazit der Beamten.

Feuerwerk noch größer

Nach Angaben der Veranstalter ist das Feuerwerk am Seenachtsfest eines der größten Feuerwerke in Europa — die Pyrotechniker liesen dabei eine halbe Stunde lang bunte Funkensterne über dem Bodensee tanzen.

In diesem Jahr wurde die Lichterschau noch umfangreicher als bislang, hieß es bei den Organisatoren: Das Feuerwerk wurde von sechs statt wie bisher von vier Kiesschiffen abgefeuert. Das Spektakel hatte sich mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde beschäftigt. Verantwortlich für die Lichterschau war auf deutscher Seite der zweifache Pyrotechnik-Weltmeister Joachim Berner.

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