Schnetzenhausener begrüßen das neue Jahr

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Brigitte Geiselhart

Neujahrsempfänge kommen ohne große Worte nicht aus. Auch nicht in Schnetzenhausen. Aber hier ist die Gewichtung meist etwas anders. Auch beim gestrigen Neujahrsempfang im Dorfgemeinschaftshaus fiel der „offizielle“ Teil vergleichsweise kurz aus – sicher zur Freude der vielen Festbesucher. Dafür blieb umso mehr Zeit für gute Gespräche am Rande.

Die stimmungsvolle musikalische Begleitung lieferte in diesem Jahr der Zitherclub Schnetzenhausen unter der Leitung von Anita Beck. Die Mädchen und Jungen des Kindergartens Maria Schutz erfreuten zusammen mit ihren Erzieherinnen Ulrike Haug und Susanne Fessler die vielen Zuhörer mit ihrer Darbietung.

„Schnetzenhausen ist schon ein toller Ort, in dem die Verbundenheit unter der Bevölkerung, aber auch unter den Vereinen besonders gepflegt wird“, sagt Armin Welte, der zwar mittlerweile in der Stadt wohnt, aber in Schnetzenhausen aufgewachsen ist. Er engagiert sich seit vielen Jahren bei der Spielgemeinschaft Schnetzenhausen-Fischbach als Jugendleiter und Trainer und freut sich immer darüber, wenn er Kinder und Jugendliche dazu bewegen kann, in der Gemeinschaft Sport zu treiben. Auf dieses Gemeinschaftsgefühl legt auch Otto Beck großen Wert. Er findet es zum Beispiel als Mitglied der „Jungen Dorfgemeinschaft“, die unter anderem alle zwei Jahre ein Theaterstück auf die Bühne bringt. „Man kennt sich und man kann sich aufeinander verlassen – das macht das dörfliche Leben in Schnetzenhausen aus“, sagt er. „Mir gefällt auch, dass bei viele Angelegenheiten unbürokratisch und auf kurzen Wegen geregelt werden können. „Für unsere Vereine ist insbesondere auch das Dorfgemeinschaftshaus ein großes Glück“, ergänzt Jochen Vöhringer, Vorstand der Musikkapelle Schnetzenhausen.

„Dieser Neujahrsempfang ist ein echter Geheimtipp“, lautete auch das Urteil von Bürgermeister Dieter Stauber. In seiner Ansprache ging er darauf ein, dass Schetzenhausen beim Neubau der B 31 „die Hauptlast zu tragen“ habe. „Das Thema Verkehr ist hier natürlich besonders präsent. Wir müssen gute Lösungen finden für die Menschen, die hier wohnen – nicht nur für die Autofahrer, die hier durchfahren“, sagte er. „Sprechen Sie mich bei Kritik oder Verbesserungsvorschlägen persönlich an. Mir liegt viel am direkten Kontakt zu den Bürgern“, so sein Appell. Dass er von dem Scheck, den der Vertreter der Stadt in der Regel zum Schnetzenhauser Neujahrsempfang mitbringt, nichts wusste, war dem Neu-Bürgermeister sichtlich peinlich. „Ich gelobe Besserung“, versprach er gut gelaunt.

„Die Einblicke in die zahlreichen Aktivitäten der hiesigen Vereine ist immer wieder ein sichtbarer Beweis dafür, dass unsere Dorfgemeinschaft lebendig ist“, betonte Andrea Beck, Vorsitzende des Verwaltungsausschusses – und verwies etwa auf den 50. Geburtstag des Kindegartens, der im vergangenen Jahr gefeiert werden durfte. Viele Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus seien große Erfolge gewesen, insbesondere auch die sechs ausverkauften Vorstellungen der Theatergruppe.

Genug der großen Worte: „Ich möchte uns alle ermutigen, trotz aller Hetze und Eile uns Zeit zu nehmen für ein persönliches Gespräch“, lud Andrea Beck ein.

Das ließen sich viele Anwesenden natürlich nicht zweimal sagen – zumal die fleißigen Helfer nicht nur für wunderschöne Dekoration, sondern auch für Imbiss und Umtrunk gesorgt hatten.

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