Schnell, laut, hoch: Adrenalinkick auf dem Rummel

Lesedauer: 8 Min
Der große Seehasenfest-Rummeltest 2018
Riesenrad, Kettenkarussell oder Bungee-Kugel. Wir haben die Highlights auf dem Rummel getestet.
Crossmedia-Volontärin
Jan Andreas Probst

Wie fühlt sich der freie Fall im Bungee-Ball an? Macht es Spaß, kopfüber in einer Looping-Maschine zu hängen? Oder sind doch die guten alten Klassiker wie Riesenrad und Kettenkarussell besser? SZ-Volontärin Anne Jethon und Praktikant Jan Andreas Probst haben den Rummel am Hinteren Hafen in Friedrichshafen getestet.

Das Spiegelkabinett

Von einem Spiegelkabinett auf dem Rummel hat jeder schon einmal gehört. Das Glaslabyrinth in Friedrichshafen hat aber ein Detail, das wohl die meisten bisher so nicht kennen: Man muss sich weiße Stoffhandschuhe überstülpen, damit keine Tatscher auf den Scheiben landen. Lutz Hofmann, der das Spiegelkabinett für seine Tochter vertritt, sagt: „Die Scheiben sollen ja abends immer noch sauber sein.“ Er beteuert: „Wir sind das einzige Spiegelkabinett mit Handschuhen. Das ist schon etwas besonderes für die Kinder.“

Die Looping-Maschine

Die Looping-Maschine ist eine Attraktion für Adrenalin-Junkies mit starkem Magen. Das Schiff, an dem die Sitze befestigt sind, schaukelt sich immer weiter auf, bis es Überschläge macht. „Das Teil schafft zwölf Umdrehungen die Minute“, sagt Norman Störtz, Betreiber der Attraktion. Spätestens, wenn sich das Schiff auch noch rückwärts dreht, macht sich ein flaues Gefühl im Magen breit. „Es ist auch schon einmal passiert, dass jemand gegen die Scheibe unseres Steuerhäuschens gekotzt hat“, sagt Norman Störtz.

Das Kettenkarussell

Als alter Klassiker im Vergnügungspark-Repertoire muss das Kettenkarussell auch beim Vergnügungspark-Test dabei sein. Aber: Wer absolute Spannung sucht, ist bei diesem Kettenkarussell leider falsch. Mit geringer Geschwindigkeit und Höhe kann dort nicht sonderlich viel passieren. Für Eltern mit ihren Kindern aber genau das Richtige.

Die Schießbuden

Oft gibt es das Vorurteil, Dosenwerfen und Schießbuden seien manipuliert. Nach einem ausführlichen Test beim Dosenwerfen und Luftgewehrschießen, einem gewonnenen Stoffherzen und elf von zwölf getroffenen Schüssen, ist das Gerücht auf jeden Fall falsch. Eine gute Gelegenheit, um den Rummel ruhiger anzugehen und sein Geschick unter Beweis zu stellen.

Der Bungee-Ball

Den absoluten Adrenalin-Kick holen sich Mutige mit dem Bungee-Ball. Das runde Gerüst ist an zwei elastischen Seilen befestigt, die die zwei Insassen samt Ball zuerst 50 Meter in die Höhe schnellen lassen. Der Ball beschleunigt innerhalb von zwei Sekunden auf 160 Kilometer pro Stunde – in 50 Meter Höhe kommt dieser dann in den freien Fall. In dem Gerät hat man absolut keine Orientierung mehr und weiß nicht, wo oben und unten ist. Sonderlich viel denken ist nach der Bungee-Ball-Partie nicht mehr möglich. Wer sich aber einen normalen Bungee-Sprung sparen will, ist mit 15 Euro beim Bungee-Ball gut dabei.

Das Riesenrad

Ein Höhepunkt auf jedem Rummelplatz: das Riesenrad. Wer nach dem Bungee-Ball runterkommen will, kann hier die atemberaubende Aussicht über den Bodensee und Friedrichshafen genießen und sich einen Überblick über den restlichen Rummel verschaffen. Wer aber Höhenangst hat, wird wahrscheinlich weniger Spaß haben.

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