Daniel Faißt will Jugendlichen in Friedrichshafen einen Aufenthaltsort bieten.
Daniel Faißt will Jugendlichen in Friedrichshafen einen Aufenthaltsort bieten. (Foto: Fotos: Jan Probst)
Jan Andreas Probst

Daniel Faißt hat einen Plan: Er will den Jugendlichen in Friedrichshafen einen Aufenthaltsort bieten. Zusammen mit einigen Jugendlichen des Graf-Zeppelin-Gymnasiums, des Karl-Maybach-Gymnasiums und der Pestalozzi-Schule hat er erste Ideen für das Projekt „Freiraum“ entwickelt. Die kreativen Vorschläge der Jugendlichen können sich sehen lassen.

Der Freiraum soll auf einer Wiese vor dem Gebäude der evangelischen Gesamtkirchengemeinde in der Scheffelstraße enstehen. „Im Viertel gibt es eigentlich keinen Ort, außer dem blauen Sportplatz, an dem sich die Jugendlichen aufhalten können“, sagt Faißt, Jugendreferent des CVJM und der evangelischen Gesamtkirchengemeinde. Schon länger macht Faißt Werbung für das Projekt „Freiraum“ und versucht Jugendliche sowie andere Einrichtungen, wie auch schon das Jugendparlament der Stadt, für das Projekt zu mobilisieren.

80 Schüler haben einen Vormittag lang ihre Vorstellungen vom Freiraum in Gruppenarbeiten visualisiert. Auf Plakaten mit dem Lageplan des Gebäudes malten und bastelten sie ihre Vorstellungen. Für die Planung haben die Schüler von der siebten bis zur zehnten Klasse sogar schulfrei bekommen. Die Jugendliche seien für den Planungsprozess wichtig gewesen, betont Faißt. „Wenn die Jugendlichen sich dort wohlfühlen sollen, dann müssen sie es mir sagen.“

Swimmingpool und Hüpfburg

Was die Schüler auf den Plänen gemalt haben, sieht ein wenig aus wie ein Kunstprojekt. Jedoch sind das die Vorschläge, die am Ende für Faißt zählen. Mit Styropor, Pappe und Tennisbällen haben die Schüler Sitzgelegenheiten, Tischtennisplatten und Sonnenschirme nachgebaut. Die Wünsche, die sich durch die meisten Pläne durchziehen sind Barbereiche, Kioske und Sitzgelegenheiten zum Entspannen. Einige der kreativsten Ideen waren ein Swimmingpool, eine Hüpfburg und eine große Leinwand für Serien und Kinofilme. „Bei dem ersten Schritt sollte die Kreativität der Jugendlichen möglichst unbegrenzt bleiben.“

Noch kann Faißt keine konkreten Termine nennen, bis wann der Ort eingerichtet wird. Wie viele Betreuungsangebote es für die Jugendlichen geben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nicht fest. Nach den Sommerferien will er mit den Streetworkern, Rektoren und Vertretern anderer Einrichtungen, wie der katholischen Kirchengemeinde, das weitere Vorgehen besprechen. Auch erst dann könne er genauere Angaben zu den Kosten des Projekts machen.

Wen er aber bis zum Schluss dabei haben will, sind die Jugendlichen. „Ich betone es immer wieder, ohne die Jugendlichen kann dieser Freiraum nicht entstehen“, sagt der Jugendreferent.

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