Dietmar Kessler sammelt Müll am Ufer des Bodensees.
Dietmar Kessler sammelt Müll am Ufer des Bodensees. (Foto: sapotnik)

Dietmar Kessler ärgert sich: Ständig räumt der Ruderer liegengelassenen Müll weg. Müll, der am Ufer des Geländes des Rudervereins Friedrichshafen angeschwemmt wird aber auch den, den die Badegäste am benachbarten Uferstück zurück lassen. „In den letzten Jahren hat es zugenommen, dass wir Plastiktüten, Flaschen oder Papiertücher aufsammeln müssen“, sagt er.

Besonders in den vergangenen Wochen sei das Problem mit dem Müll immer größer geworden. Besonders schlimm sei es während des Seehasenfests gewesen. „Vor unserem Gelände sind städtische Mülltonnen ausgekippt worden“, sagt Kessler. Er vermutet, dass jemand nach Pfandflaschen gesucht hat und dann den Abfall nicht wieder zusammengeräumt hat. Einige der Badegäste werfen den Müll auch absichtlich über den Zaun. „Ich verstehe das einfach nicht“, sagt Kessler. „Schließlich steht direkt oben am Weg ein Mülleimer – und das ist nicht der einzige.“ Doch viele Menschen nutzen sie einfach nicht. Kessler schätzt, dass er alle zwei Wochen einen Müllbeutel mit dem füllt, was er aufsammelt. „Für uns ist das alles schon fast normal geworden“, sagt er.

Aber nicht nur Feste, auch die Hitze begünstigt das Müllproblem. „Durch den niedrigen Wasserstand reicht unser Zaun nicht mehr bis dahin, wo das Wasser beginnt“, sagt Kessler. Der Abstand zwischen dem letzten Zaunelement und dem Wasser ist so groß, dass Badegäste problemlos vom städtischen Uferabschnitt auf das Privatgelände der Ruderer huschen können. Der Uferabschnitt neben dem Ruderverein werde immer beliebter bei Badegästen. „Einige von ihnen gehen auch ungefragt bei uns auf die Toilette. Das ärgert uns schon“, sagt Kessler. Doch einige von ihnen benutzen auch ein Gebüsch als Toilette, das direkt neben dem Zaun der Ruderer steht. „Immer wieder lassen sie hier das Papier liegen“, sagt Kessler. Und das sei auch Ruckzuck bei ihnen drüben auf dem Gelände.

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