Rekord: Ursula-Steib-Gedächtnistag bringt 1614 Euro ein

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Die Gewinner der Verlosung freuen sich mit Pächterin Britta Steib-Kreft (Dritte von links) sowie Corinna Salomon (rechts) und Si
Die Gewinner der Verlosung freuen sich mit Pächterin Britta Steib-Kreft (Dritte von links) sowie Corinna Salomon (rechts) und Silke Uhl (Zweite von rechts) von der Hospizbewegung über die zusammengekommene Summe. (Foto: jochen dedeleit)

Bei teils strömendem Regen hat es auf dem Miniaturgolfplatz an der Uferstraße wider Erwarten einen neuen Rekord gegeben. Gemeint ist nicht etwa ein neuer Bahnrekord des dort ansässigen MGC Friedrichshafen, sondern eine Rekordspende beim fünften Ursula-Steib-Gedächtnistag. Freuen durfte sich darüber die Pächterin und Initiatorin Britta Steib-Kreft, die glücklichen Gewinner einer erstmals über die Bühne gegangenen Verlosung und nicht zuletzt die Hospizbewegung St. Josef.

Dass die Rekordsumme von rund 1400 Euro des 4. Gedächtnistags, an dem „Biggest-Loser“-Teilnehmer Benjamin Manns sein T-Shirt aus der SAT.1-Sendung „The Biggest Loser“ zur Versteigerung zur Verfügung stellte, getoppt wurde, ist aufgrund der unwirtlichen Bedingungen ab dem späten Nachmittag umso überraschender. Britta Steib-Kreft, die diesen Gedächtnistag zum Gedenken an ihre Mutter aus der Taufe gehoben hat, fischte am Ende des Tages 1614,30 Euro aus der Spendenbox.

Dafür verantwortlich waren die erneut zahlreichen Kuchenspenden von Freunden und Bekannten, die von verschiedenen Firmen bereitgestellten Preise sowie Wiener, Debreziner und Getränke sowie 600 Euro vom Losverkauf. Nicht auszudenken, wenn noch die Einnahmen vom Minigolf oder dem Tischtennis hinzugekommen wären – aber diese fielen dem schlechten Wetter zum Opfer.

„Wir bekommen schon immer wieder Einzelspenden, aber der Gedächtnistag ist eine der wenigen kontinuierlichen Einrichtungen. Der Aufwand und das Engagement sind riesig“, meinten Birgitta Radau, Koordinatorin im Ambulanten Dienst, Corinna Salomon und Silke Uhl, Leiterin des Stationären Hospizes. Ein Infostand der Hospizbewegung informierte auch diesmal über die Häfler Einrichtung. Der überwiegende Teil wolle zwar immer noch zu Hause sterben, „viele aber auch nicht. Eine Frau war erst kürzlich froh, bei uns versorgt zu werden.“

Auch Ursula Steib ist in ihren letzten Tagen von den Hospiz-Mitarbeitern gut umsorgt worden, weshalb ihre Tochter den Gedächtnistag ins Leben gerufen hat. Das Hospiz baut auf 15 Mitarbeiter, „die allesamt Fachkräfte sind. Sie alle müssen Erfahrung haben und schnell reagieren können“, sagt Silke Uhl, die sich auf die im Juni beginnenden Umbaumaßnahmen im Haus freut. Denn dann sollen die neun Zimmer bedeutend größer werden.

Am Samstag, 18. Mai, findet von 11 Uhr bis 22 Uhr schon das nächste Charity-Event auf dem Minigolfplatz statt. Mit und vor allem für die TSG Ailingen Abteilung Handball werden warme und kalte Getränke, selbstgebackene Kuchen, Grill- und Currywürste sowie Pommes und Waffeln angeboten. Und vielleicht klappt es dann auch mit Minigolf und Tischtennis.

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