Durch die Rampe in den See: Für Seeforellen soll das durch einen Umbau mit Steinriegeln bald leichter werden.
Durch die Rampe in den See: Für Seeforellen soll das durch einen Umbau mit Steinriegeln bald leichter werden. (Foto: Flotow, Gunnar)

Die Fischrampe an der Rotachmündung wird umgebaut. Dafür haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses am Dienstag sowie die Vertreter des Finanz- und Verwaltungsausschuss am Montag gestimmt. Ziel der umgebauten Rampe ist es, dass Fische und andere Lebewesen vom See in die Rotach und umgekehrt leichter auf- und absteigen können.

An der Rotachmündung in den Bodensee befindet sich derzeit eine Rampe, die den Wasserlebewesen, den Abstieg in den See erleichtern soll. Wenn aber das Wasser in der Rotach sowie im Bodensee niedrig steht, können die Lebewesen diese Rampe nicht nutzen. Sie soll nach dem Umbau unabhängig vom Wasserstand nutzbar sein.

Derzeit besteht die Rampe aus wild geschütteten Wasserbausteinen und ist relativ steil und kurz. Sie verschiebt sich zudem ständig durch die schlechten Baugrundverhältnisse. In regelmäßigen Abständen müssen immer wieder Wasserbausteine nachgeschüttet werden. Das erklärt die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage.

Ruhe für die Lebewesen

Die neue Rampe soll eine Sohlgleite mit Beckenstruktur. Die Sohlgleite soll aus Steinriegeln bestehen, zwischen denen sich jeweils strömungs- und turbulenzarme Ruhebecken befinden. Diese Becken sollen eine eine ausreichende Wassertiefe und eine Ruhezonen für die wandernden Wasserlebewesen haben.

Die finanziellen Mittel, die die Stadt dafür außerplanmäßig bereit stellen muss, liegen bei 315 000 Euro. Über das Landesprogramm Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben wird ein Zuschuss für die Umbaumaßnahme beantragt. Der Fördersatz liegt bei bis zu 85 Prozent. Die Stadt geht davon aus, dass sie einen Zuschuss von 240 000 Euro bekommt. Für den übrigen Teil schlägt die Verwaltung vor, Fördermittel einzusetzen. Sie rechnet damit 96 000 Ökopunkte zu generieren.

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