Radler müssen in der Paulinenstraße jetzt auf der Straße fahren

 Neue Regelung an der Paulinenstraße: Radler müssen den neuen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn benutzen - und dürfen nicht mehr
Neue Regelung an der Paulinenstraße: Radler müssen den neuen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn benutzen - und dürfen nicht mehr auf dem bisherigen Geh- und Radweg fahren. (Foto: Wilfried Geiselhart)

In der Paulinenstraße gilt seit einigen Wochen zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30. Geändert hat sich aber nicht nur etwas für Autofahrer. Für Radfahrer ist stadtauswärts ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn eingerichtet worden. Der bisherige Geh- und Radweg ist nun allein Fußgängern vorbehalten.

So ganz eindeutig scheint die neue Regelung allerdings längst nicht für alle Verkehrsteilnehmer zu sein. So kritisiert ein SZ-Leser, dass die Schilder missverständlich seien, weil sie mittig auf dem Grünstreifen zwischen neuer Fahrbahn und bisherigem Radweg angebracht sind. Wo soll und wo darf man als Radler fahren?

Weiterhin will der Leser wissen, warum überhaupt ein neuer Streifen auf der Fahrbahn markiert wurde. Der bisherige Weg war seiner Meinung nach ausreichend breit. Außerdem glaubt der Leser, dass der Radfahrstreifen auf der Straße nicht sicherer, sondern unsicherer sei - auch weil er teilweise mit der Busspur identisch ist.

Gehweg soll schmaler werden

„Das Verkehrszeichen 237 (rund, weißes Fahrrad auf blauem Grund) steht rechts vom Radfahrstreifen, also gilt die Benutzungspflicht für den neuen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn“, erläutert Andrea Kreuzer, Pressesprecherin der Stadt.

Der bisherige Geh- und Radweg ist ab sofort nur noch den Fußgängern vorbehalten. Andrea Kreuzer, Pressesprecherin der Stadt

„Als Fußweg benötigt er keine eigene Kennzeichnung.“ Der momentan noch „überbreite“ Gehweg werde aber noch verschmälert, indem der ehemalige Radweganteil entsiegelt werde.

Die aktuell vorhandene Beschilderung entspreche noch nicht ganz der angeordneten, denn der neue Streifen solle als Radweg mit dem Zusatz „Busse frei“ ausgeschildert werden.

Auffällig hohe Unfallzahlen

Dass sich manche Radfahrer auf dem bisherigen Radweg weitgehend sicher gefühlt hätten, sei eine subjektive Einschätzung, die aus objektiver Sicht nicht bestätigt werden könne, heißt es aus dem Rathaus. „Bei der Unfallanalyse im Rahmen des Radverkehrskonzepts wurde festgestellt, dass der südliche Radweg an der Paulinenstraße auffällig hohe Zahlen aufweist - wegen der vielen Einmündungen und Zufahrten“, sagt Andrea Kreuzer.

Auf dem Radweg seien die Radfahrer oft hinter parkenden Autos und Bäumen versteckt gewesen. Insofern sei die jetzt umgesetzte Lösung Ergebnis des 2013 beschlossenen Radverkehrskonzeptes.

Bus darf den Streifen mitbenutzen

Die Kombination aus Radfahrstreifen mit Busfreigabe - eine sogenannte „Umweltspur“ - habe den Vorteil, dass man für den Radverkehr einen ausreichend breiten Fahrradstreifen anbieten könne.

„Dieser wird von den Bussen mitbenutzt, die dann aber auch zum Überholen von Radfahrerinnen und Radfahrern auf die normale Fahrspur ausweichen dürfen“, so die weitere Auskunft der Stadt.

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