Strahlende Gesichter bei der Eröffnung der Bodensee-Weinmesse im Dornier-Museum: Bodensee-Weinprinzessein Pia Dreher (rechts) mi
Strahlende Gesichter bei der Eröffnung der Bodensee-Weinmesse im Dornier-Museum: Bodensee-Weinprinzessein Pia Dreher (rechts) mit der Badischen Weinprinzessin Stephanie Megerle und Tobias Keck, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Bodenseewein. (Foto: Brigitte Geiselhart)
Brigitte Geiselhart

Friedrichshafen - Technik trifft auf Genuss: Bereits zum neunten Mal hat am Samstag die Bodensee-Weinmesse im Dornier-Museum stattgefunden. Wie immer war sie gut besucht und wie immer ergab sich auch ein interessantes Stelldichein von fachkundigem Publikum aus nah und fern.

„Die Freude am Wein verbindet uns. Deshalb nutzen wir ein schönes Wochenende in Friedrichshafen auch gerne zum Besuch der Weinmesse“, sagt Alexandra Bendler. Daniel Beath und Birte und Robert Aret stimmen ihr zu. Die beiden befreundeten Paare sind aus Bottighofen in der Schweiz, beziehungsweise aus München angereist. Doch ursprünglich stammt Daniel Beath aus Neuseeland und Robert Aret aus Australien. „Die Bodenseeweine sind frisch, unkompliziert und geschmacklich gefällig“, sagt Alexandra Bendler. „Außerdem sind sie sauber und nicht mit so vielen Chemikalien belastet.“

Von der schönen Atmosphäre der Weinmesse schwärmen Christine Pennucci und Frank Reinhart. Sie sind aus Weingarten mit der BOB gekommen, waren bereits mehrmals auf der Bodensee-Weinmesse und haben diesmal ihre Freundin Marion Leidig mitgebracht. „Das Angebot ist klasse. Man kann sich prima über Bodenseeweine informieren und man lernt nette Leute kennen“, sagt Christine Pennucci.

Probieren, vergleichen und nach Herzenslust fachsimpeln – dafür war auf der Bodensee-Weinmesse Zeit und Platz: An 24 Weinständen und einem zusätzlichen Stand der „Gästeführer Bodensee-Allgäu“ konnten mehr als 100 Weine von Erzeugern aus der Region von Lindau bis Konstanz verkostet werden. „Es ist immer wieder schön, dass wir die große Vielfalt der Bodenseeweine präsentieren können“, sagt Tobias Keck, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Bodenseewein.

Dass der Jahrgang 2018 aufgrund der klimatischen Voraussetzungen mit Hitze- und Trockenperioden eine besondere „Herausforderung“ gewesen sei, davon spricht Martin Frank vom Winzerverein Meersburg. Es sei aber gelungen, trotz der vorgegebenen hohen Oechslegrade die typischen Eigenschaften wie Fruchtigkeit und Frische zu erhalten, lautet sein Fazit. „Ein wirklich prickelnder Jahrgang mit gefälligen Aromen“, ist sich auch Robert Appel, Kellermeister der Kressbronner Weinmanufaktur Steinhauser, sicher. Bleibt die Frage, was schöne Hoheiten am liebsten trinken. „Gerade im Frühjahr und Sommer bevorzuge ich gerne einen fruchtigen Müller-Thurgau“, sagt Bodensee-Weinprinzessin Pia Dreher, der es vorbehalten blieb, die Weinmesse offiziell zu eröffnen. Ihre Vorgängerin, Stephanie Megerle, die jetzt die Krone der Badischen Weinprinzessin trägt, pflichtet ihr bei. „Aber auch bei einem spritzigen und leichten Rosé geht mir das Herz auf“, sagt sie. In einem sind sich die beiden Weinrepräsentantinnen natürlich einig: „Es muss schon ein guter Tropfen vom Bodensee sein.“

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