Pro Kluftern will Mediations-Baupläne bald umsetzen

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Der Vorstand von Pro Kluftern (von links): Gerhard Schwaderer und Adalbert Kühnle (Efrizweiler), Walter Zacke und Manfred Roth (
Der Vorstand von Pro Kluftern (von links): Gerhard Schwaderer und Adalbert Kühnle (Efrizweiler), Walter Zacke und Manfred Roth (Kluftern), Bernhard Kettner und Arthur Rudolf (Lipbach) sowie Kassiererin Elke Rudolf. (Foto: LyS)
Lydia Schäfer

Der Verein Pro Kluftern hat bei seiner Hauptversammlung den Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Es gab jedoch eine Änderung. Das dominierende Thema waren allerdings die im Mediationsverfahren ausgearbeiteten Baupläne.

Der Abend zeigte, dass die Mitglieder von Pro Kluftern erleichtert über den Ausgang des Mediationsverfahrens sind. Mit der Empfehlung des Regionalforums keine neue Straße für eine Umfahrung in Kluftern zu planen sind die Mitglieder mehr als zufrieden. Anstelle des Neubaus einer Umgehungsstraße solle die Bundesstraße 31 zwischen Immenstaad und Meersburg leistungsfähig ausgebaut werden, informierte Walter Zacke. Allerdings möchte Pro Kluftern die Pläne des Ausbaus weiterhin im Auge behalten, da sich offenbar in Immenstaad und Hagnau Widerstand regt. „Sollte eine Umgehung nördlich des Sportgeländes von Immenstaad geplant werden, würde das wiederum deutlich an Kluftern heranrücken“, erläutert der Vorsitzende für Kluftern. Den weiteren Verlauf der Planungen gelte es zu beobachten. Weitere zukünftige Aufgaben sieht Pro Kluftern darin, die im Mediationsverfahren erarbeiteten Baupläne, wie verkehrsdämpfende Maßnahmen in Kluftern, voranzubringen. „Es nützt nichts, wenn es nur auf dem Papier steht, jetzt müssen die Maßnahmen auch in die Tat umgesetzt werden“, sagte Zacke.

Hier seien Gelder für verkehrsdämpfende Maßnahmen in Efrizweiler und Kluftern bereits im Doppelhaushalt 2018/2019 bereits berücksichtigt worden. Dazu zählen Querungshilfen in Höhe des Wohngebietes „Im Winkel“, welches sich „wohl recht zügig umsetzen lässt“, vermutet Zacke, das sehe bei den zwei weiteren Querungshilfen am Orteingang Efrizweiler und in Höhe des Cafés Stock in Kluftern etwas anders aus. Ersteres sei abhängig von dem Ausbau der B 31-neu und die zweite Maßnahme vom Baugebiet Lachenäcker.

Haltepunkt in Lipbach gewünscht

Des Weiteren will sich Pro Kluftern für eine bessere Busverbindung zwischen Markdorf und Friedrichshafen einsetzen. Laut Kreistag sei diese Verbindung mit den Linien elf und zwölf bereits gut bedient, doch auch Markdorf sei in der Pflicht an einem verbesserten Öffentlichen Personen Nahverkehr mitzuwirken. Hier habe sich die Stadt Markdorf herausgezogen, „doch hier sind alle Beteiligten des Mediationsverfahrens in der Pflicht“, dazu zähle auch die Nachbarstadt Markdorf. Zum Thema Radwegeausbau sind sich die Mitglieder einig, dass es nicht an guten Ideen mangle, sondern eher am Grundstückserwerb, allerdings kritisieren sie auch den mangelnden nötigen politischen Willen, um einen Schnellradweg auszubauen.

Als positiv bewertet Walter Zacke, dass die Bodenseegürtelbahn mit besserem Wagenmaterial und neuen Triebwagen ausgestattet sei. Pro Kluftern wünscht sich hier einen Haltepunkt in Lipbach und das die Bahn im Halb-Stunden-Takt fährt. Das sei ein Feld, bei dem man sich engagieren sollte, so Zacke. Im Zuge der Diskussion haben sich die Mitglieder darauf geeinigt der „Bodensee-S-Bahn Initiative“ beizutreten.

Bei der Wahl ist der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt worden. Einzige Änderung: Manfred Roth übernimmt das Amt als zweiter Vorsitzender von Jürgen Hess in Kluftern. Erster Vorsitzender bleibt hier Walter Zacke. Für den Ortssteil Lipbach wurden Bernhard Kettner und Arthur Rudolf wiedergewählt und für Efrizweiler bleiben Adalbert Kühnle und Gerhard Schwaderer die Ansprechpartner. Elke Rudolf wird weiterhin die Kasse führen.

Elke Rudolf verlas den Kassenbestand, der gut 5500 Euro umfasst. Bei der Diskussion, ob man den Mitgliedsbeitrag reduzieren solle, ist beschlossen worden, diesen so zu belassen. Zum einen sei der Jahresbeitrag von 25 Euro für Familien und zehn Euro für Einzelpersonen eh sehr gering und zum anderen könne man jetzt noch nicht absehen, ob künftig noch eigene Gutachter benötigt würden, beispielsweise wenn es zu einem geplanten Ausbau nördlich des Sportgeländes von Immenstaad kommen sollte. Für den Herbst hat Pro Kluftern ein Fest geplant, das ein Organisationsteam in diesem Sommer noch angehen wird.

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