Die Teilnehmer des Gründerwettbewerbs „Elevator Pitch“ stellen sich zum Gruppenbild auf.
Die Teilnehmer des Gründerwettbewerbs „Elevator Pitch“ stellen sich zum Gruppenbild auf. (Foto: pr)
Marit van der Linde

Seriös wirkende Menschen im Anzug, Studenten und mitfiebernde Freunde und Verwandte tummeln sich am Donnerstag im Saal der Zeppelin-Universität (ZU). Auf einer riesigen Leinwand läuft ein Drei-Minuten-Countdown ab. Genau drei Minuten haben die zehn Bewerber beim Gründer- und Jungunternehmerwettbwerb „Elevator Pitch“, um ihre Geschäftsideen vorzustellen. Der erste Preis geht an das Team Styx aus Stuttgart.

„Elevator Pitch“ (übersetzt: Aufzugsfahrt) heißt der Wettbewerb, den das Wirtschaftsministerium zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben veranstaltet. So lange, wie eine Aufzugsfahrt dauert, haben die Teilnehmer Zeit, um die achtköpfige Jury von ihrer Idee zu überzeugen. In der Jury sitzen Vertreter des Ministeriums, der IHK, der Stadt Friedrichshafen, der ZU, der Sparkasse und der Volksbank sowie der Gewinner des Vorjahrs. Sie haben wiederum drei Minuten Zeit, um Fragen zu stellen.

Vielfältig waren die Ideen in diesem Jahr: Die Firma cXc/tune4man aus Salem trat mit ihrer neuen Haarfärbemethode an. Der Häfler Karl-Heinz Pfeifer trat mit seiner Firma „Die Existenzschmiede“ an: Er bietet Existenzpakete für Gründer an. Hinter ihm stehe ein Profi-Team aus Anwälten, Wirtschaftsprofessoren und Finanzberatern, die von der Registrierung einer Firma bis hin zum Erstellen eines Businessplans ihr Wissen weitergeben, erläuterte er

Das Team aus Sigmaringen „Eintopfmobil Mama kocht“ serviert in einer mobilen Küche selbst zubereitete Suppen und Eintöpfen. „Sidetrip24“ aus Überlingen bietet eine Datenbank für Freizeitangebote online oder per App an. Auch mit dabei war „Guzz“ aus Weingarten mit einer App, die es ermöglicht, sich über Videochats Hilfe zu organisieren, egal ob es um die kaputte Waschmaschine oder Gitarrenunterricht geht.

Mehr Omega-3 in der Milch

Über die „hm Industrieberatung“ will von Heinz Mauder aus Markdorf sein Fachwissen, das der Unternehmer in Jahrzehnten gesammelt hat, weitergeben. Das Team von „Horse Analytics“ aus Stuttgart hilft Pferdebesitzern, mit Sensortechnologie rund um die Uhr mit ihrem Pferd in Verbindung zu stehen. Außerdem stellte „Motorbewegung“ aus Ulm-Oberdischingen ein neuartiges Motorenkonzept vor. Und „Wiesenherz“ aus Bad Saulgau präsentierte eine Milch, die einen höheren Omega-3-Fettsäurengehalt besitzt.

Das Rennen machte schließlich „Styx“ aus Stuttgart, das Team ist damit für das Landesfinale qualifiziert. Die beiden Jungunternehmer zeichnen Nachrichten an die Hinterbliebenen auf, die mit einem 3D-Bild am Grab durch zum Beispiel über eine spezielle Brille oder das Smartphone abrufbar sind. Platz zwei holte „Sidetrip24“ aus Überlingen mit den Freizeitangeboten, und auf dem dritten Platz landete das „Eintopfmobil Mama kocht“ aus Sigmaringen. Zum Publikumsliebling wählten die Zuschauer die Haarfarben des Teams „cXc GmbH/tune4man“ aus Salem, das jetzt noch die Möglichkeit hat, sich für das Landesfinale in Stuttgart zu qualifizieren. Das Team tritt bei einem Online-Voting gegen die anderen Publikumslieblinge an.

Der Wettbewerb

Der Gründerwettbewerb Elevator Pitch Baden-Württemberg sucht in 15 Regional-Cups Jungunternehmer für das Landesfinale am 17. Juni in Stuttgart. Alle Gründer mussten sich im Voraus bei einem Online-Voting durchsetzen. Die Sieger der 15 Regional-Cups erhalten jeweils ein Preisgeld von 500 Euro und qualifizieren sich damit für das Landesfinale, bei dem es 3000 Euro zu gewinnen gibt. Die zweitplatzierte Geschäftsidee erhält 300 Euro und die drittplatzierte 200 Euro. Gesponsert wird das Geld von der L-Bank. Ziel ist es, dass sich junge Unternehmen möglichst dauerhaft auf dem Markt etablieren.

www.elevatorpitch-bw.de

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