Oliver Martin vom Präventionsteam mit Referentin Sabine Kubesch.
Oliver Martin vom Präventionsteam mit Referentin Sabine Kubesch. (Foto: PM)
Schwäbische Zeitung

Rund 90 Teilnehmer haben an der Droste-Hülshoff-Schule in Friedrichshafen Impulse zum Thema „Ich-Stärkung für Schülerinnen und Schüler“ erhalten. Veranstaltet wurde der Tag vom Präventionsteam Markdorf des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Präventionsteam Markdorf, bestehend aus Annetta Boeckh, Christina Strack, Nadine Heuer und Oliver Martin, und die Fachbereichsleiterin Alena Friedrich organisieren einen alle zwei Jahre stattfindenden Präventionsnachmittag, an dem sich Lehrer und auch die örtliche Schulsozialarbeit weiterbilden können. Eingebettet in das baden-württembergische Präventionskonzept „stark.stärker.Wir“, das Schulen durch Fortbildungen und Beratung in den Präventionsfeldern Gesundheitserziehung, Suchtprävention und soziales Lernen zur Seite steht, stand der diesjährige Präventionstag unter dem Begriff „Mut“.

Ziel der Präventionsarbeit ist es, die Resilienz eines Kindes, also seine psychische Widerstandsfähigkeit, zu stärken. Den Auftakt zum Thema Ich-Stärkung und individuelle Förderung setzte Referentin Sabine Kubesch mit ihrem Impulsreferat „Schülerinnen und Schüler mental stärken“. Kubesch führte aus, dass viele Kinder mittlerweile Probleme mit ihrer Selbstregulation hätten. Selbstregulation ist in der Psychologie ein Sammelbegriff für Fähigkeiten, mit denen Menschen ihre Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen steuern. Diese sei unmittelbar mit den schulischen und späteren beruflichen Erfolg verknüpft, sagte sie.

Doch Selbstregulation ließe sich trainieren, sagte Kubesch. So zeigte sie spielerische Wege für Grundschulkinder, ihre Selbstregulation durch bestimmte Übungen und Tipps zu verbessern. Kubesch plädierte dafür, Kindern und Jugendlichen in vereinfachter Art und Weise zu zeigen, wie das menschliche Gehirn funktioniere. So könne man durch Achtsamkeitsübungen in der Schule etwa die Tätigkeit des Mandelkerns im Hirn beruhigen und so zu einer fokussierteren Arbeitshandlung gelangen. Durch das Erklären der Hirnfunktionen könnten die Schüler besser den Sinn hinter verschiedenen Übungen verstehen, sagte sie.

In Workshops konnten die Teilnehmer je nach Schulart, Tätigkeitsfeld oder Interesse wählen. So stellte die Polizei, vertreten durch Peter Köstlinger, einen Präventionskurs für Mädchen ab 16 Jahren vor, der Frauen helfen soll, nicht Opfer von Gewalt zu werden. Auch das Angebot der Präventionsbeauftragten Christina Strack, „Mutig Nein sagen“, zeigte Wege auf, die Ich-Stärkung der Kinder zu fördern, um sie widerstandsfähiger gegenüber Süchten zu machen. Strack arbeitete dabei mit Materialien des Klarsicht-Koffers des BZgA, den Schulen über die Kreismedienzentren kostenlos ausleihen können.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen