Johann Oleschko mit seinem Team wollen das Bobbycar voll automatisieren.
Johann Oleschko mit seinem Team wollen das Bobbycar voll automatisieren. (Foto: Renate Habermaas)
Renate Habermaas

Es ist die dritte Runde der Aktion Potzblitz gewesen, in der sich Schüler Projekte in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ausgedacht haben, daran tüftelten und bastelten. Diesmal fanden die Präsentationen der 16 Projekte am Freitag in der Gemeinschaftsschule Schreienesch statt. Fünf Schulen, neu dabei auch das Bildungszentrum Kressbronn und zehn externe Partner halfen den Schülern ihre Ideen umzusetzen.

Die Projekte stammten aus vielen wissenschaftlichen Disziplinen, einige aus dem kreativen, viele aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Und auch sprachliche Projekte waren dabei. „Es gibt kein Erfolgsdruck“, sagte Friedericke Lutz, Leiterin des Programms, „ein Projekt darf auch scheitern“, sagte sie. Die Wissenswerkstatt betreute eine Idee der Schüler, einen autonomen Laufroboter zu bauen, bei dem jedes Bein vier bis sechs PS haben soll. Mit einer Filmanimation stellten die Schüler ihr Ziel vor und brachten sogar ein skelettiertes Kunstoffbein mit.

Ein weiteres Team von Schülern der Ludwig-Dürr-Schule stellte die Idee vor, ein kleines Floß aus Aluminium zu bauen und dabei das Schweißen zu üben. „Ob es schwimmen wird, wissen wir nicht“, sagte Techniklehrerin Paraskevi Patsia.

Autonomes Fahren war ein beliebtes Thema. Einige Schüler des Bildungszentrums Kressbronn stellten ihre ferngesteuerten Fahrzeuge vor und auch ein Team vom Forschungszentrum Friedrichshafen kam mit einem ferngesteuerten Bobbycar, das als Projekt der Dauerbrenner des Programms Potzblitz ist. Schüler Simon vom Technischen Gymnasium hat sich im Bobbycar-Projekt mit dem Dashboard beschäftigt, einem Brett. mit dem man das Fahrzeug steuert. „Ich stelle mit dem Dashboard die Fahrtrichtung und die Geschwindigkeit ein“, sagte er und wies darauf hin, dass das Bobbycar eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometer pro Stunde erreichen kann.

Betreuer Johann Oleschko betonte, dass ihm Teamfähigkeit sehr wichtig sei und fügte hinzu: „Für die Zukunft wird die wichtigste Funktion die Fernsteuerung mit Hilfe von Internettechniken sein.“

Kunstlehrerin Amrei Bidmon vom Karl-Maybach-Gymnasium hat kreativen Schülern die Möglichkeit gegeben, sich in Design-Aufträgen zu üben. Unter dem Motto „Design erobert die Welt“ haben Schüler für Veranstaltungen des Schulmuseums Logos entworfen. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man seinen Entwurf auf einem großen Plakat sieht“, sagte die Teilnehmerin Isabella.

Mit dem Schulmuseum liefen noch weitere Aktionen, bei denen Schüler der zehnten Klassen einen Museumsführer auf Englisch und auch auf Französisch herstellen wollen. „Wir arbeiten in Zweier-Gruppen und prüfen die Aktualität der vorhandenen Reiseführer, wollen ein neues Layout und neue Bilder hinzufügen“, sagte eine Teilnehmerin. Andere Teams stellten ihre Ideen vor, darunter der Bau eines bionischen Sonnenschutzes, die Beobachtung heimischer Vögel, die Messung des Feinstaubs in Friedrichshafen, die Herstellung eines Staubsaugers, ein Biologieprojekt mit Farben, ein Projekt mit alten Bildern und eine Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Laden. „Die Projekte sind noch nicht zu Ende“, sagte Kai Nopper, Schulleiter der Schreienesch-Schule und auch Programmleiterin Friedericke Lutz verwies auf das große Finale beim Schüler-Forschermarkt im Fallenbrunnen am 20 Juli.

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