Potpourri aus literarischen, musikalischen und kulinarischen Köstlichkeiten

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 Marén Berg teilt ihre Liebe zu Frankreich mit den Gästen.
Marén Berg teilt ihre Liebe zu Frankreich mit den Gästen. (Foto: nap)
Janine Napirca

Der erste französische Abend in der Volkshochschule (VHS) am Weltfrauentag hat das Publikum begeistert. Die Deutsch-Französische Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit der VHS den französischen Autor Jean-Philippe Devise und die in Paris lebende deutsche Sängerin Marén Berg eingeladen, um die deutsch-französische Freundschaft in Friedrichshafen zu stärken – und die Rechnung ist aufgegangen.

Zahlreiche Gäste, ob französisch oder deutsch, ob jung oder jung geblieben, füllten erwartungsvoll den Vortragssaal in der Charlottenstraße. Als Jean-Philippe Devise abwechselnd auf deutsch und auf französisch aus seinem Buch „Un détour et autres histoires – Ein Umweg und andere Geschichten“ vorlas und aus der Sicht eines Taxifahrers durch Paris, von der Haltestelle Odéon den Boulevard St. Germain zur Fontaine St. Michel entlang und über die Brücke Henry IV. die Seine überquerte hin zum Place de la Bastille, um schließlich doch den Weg in die Provence einzuschlagen, fühlten sich die Frankreichkenner und -liebhaber sofort in die Stadt der Liebe versetzt. Auf melancholisches Schmunzeln folgte herzhaftes Lachen, sobald er gängige Klischees bediente. „Die Deutschen haben zwar Nietzsche, aber dafür gibt es in Frankreich keine Bildzeitung – das gleicht sich aus“, amüsierte der französische Autor, der wegen seiner Frau nach Deutschland gezogen ist, seine Zuhörer.

Auch die in Paris lebende Sängerin Marén Berg teilt mit allen Anwesenden die Liebe zu Frankreich und bewies, dass sie neben großen Titeln wie „Göttingen“ oder vertonten Gedichten von Jacques Prévert auch mit Eigenkompositionen und Adaptionen das Publikum bestens unterhalten kann. Spätestens bei „Aux Champs-Elysées“ blieb es nicht beim Schunkeln: Den Refrain stimmten die Zuhörer gemeinsam mit der Sängerin an.

Sowohl Herbert Löffler aus Langenargen, der die Liebe zu Frankreich von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen hat, als auch die ehemalige Stewardess Christelle Müller amüsierten sich prächtig. „Endlich wird so etwas hier organisiert, und die beiden sind wirklich großartig. Ich habe mich gefühlt als wäre ich in Paris“, schwärmte Müller, die in Straßburg studiert hat und in Friedrichshafen ein wenig die französischen Kontakte vermisst. Den Abend ließen die Gäste, Interpreten und Organisatoren gemeinsam bei einem Glas Wein und französischen Köstlichkeiten ausklingen. Sowohl die Leiterin der Fremdsprachenschule Rosa Faneli als auch die Präsidentin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Ulrike Müller von Kralik waren sehr zufrieden und überrascht von dem großen Andrang. Ob es einen zweiten französischen Abend in Friedrichshafen geben werde, stehe allerdings noch nicht fest.

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