Philharmonischer Chor führt Zeitgenössisches auf

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Präsentieren „Gloria“ und die „Chichester Psalms“: die Mitglieder des Philharmonischen Chors Friedrichshafen.
Präsentieren „Gloria“ und die „Chichester Psalms“: die Mitglieder des Philharmonischen Chors Friedrichshafen. (Foto: philharmonischer chor)
Schwäbische Zeitung

Der Philharmonische Chor Friedrichshafen gibt am 12. mai in Kehlen ein Konzert mit zeitgenösisscher Musik von Rutter und Bernstein. Beginn in der Kirche St. Verena ist um 18 Uhr.

Nach dem Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen mit dem klassischen Oratorium „Die Schöpfung“ widmet sich der Philharmonische Chor unter der Leitung von Musikdirigent Joachim Trost damit seinem nächsten Konzert mit zeitgenössischer Musik. Aufgeführt werden das „Gloria“ von John Rutter und die „Chichester Psalms“ von Leonard Bernstein.

Bernstein komponierte die „Chichester Psalms“ im Frühjahr 1965 im Auftrag von Walter Hussey, dem Dekan der Kathedrale von Chichester. Uraufgeführt wurde das Werk unter der Leitung Bernsteins in der Fassung für gemischten Chor und Countertenor im Juli desselben Jahres in New York. Unter Chorsängern sind die „Chichester Psalms“ laut Pressemitteilung berühmt-berüchtigt für ihre musikalischen Schwierigkeiten. Die häufige Verwendung der Septime ist eine Anspielung auf die besondere Bedeutung der Zahl „7“ in der jüdisch-christlichen Tradition. „Auch die richtige Aussprache des hebräischen Textes ist eine Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen“, sagt Oskar Rapp, Vorsitzender des Philharmonischen Chores. Zum Tragen kommt die kammermusikalische Fassung, bei der die Instrumente auf Orgel (Patrick Brugger), Harfe und Schlagzeug reduziert sind. Bernstein wollte, dass die Solorolle nur von einem Knabenalt oder einem Countertenor gesungen wird.

John Rutter komponierte sein „Gloria“ mit drei Sätzen im Jahr 1974 für Chor, großes Blechbläserensemble, Orgel und Schlagwerk. Besonders prägend ist dabei der volle, mit vier Trompeten, drei Posaunen und Tuba besetzte Bläsersatz. „Für beide Werke ist die Kirche St. Verena in Kehlen sehr gut geeignet, da sich hier die Orgel als Teil der Aufführung in beiden Werken optimal neben dem Altarraum befindet“, erläutert Joachim Trost. Auch der moderne Habitus der Kirche setze einen stimmigen Akzent zur zeitgenössischen Musik.

Sänger stets willkommen

Engagierte und chorerfahrene Sänger sind im Philharmonischen Chor Friedrichshafen jederzeit willkommen – gerne auch als Gastsänger. „Für alle, die bei unserem nächsten Konzert dabei sein möchten, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um einzusteigen“, sagt Joachim Trost. Der Chor trifft sich jeden Dienstag von 20 bis 21.45 Uhr zur Probe im Graf-Zeppelin-Haus. „Kommen Sie einfach vorbei.“

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