Parkhaus am Sportbad öffnet Ende des Monats

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Die Bauzeiten bei Sportbad und Parkhaus an der Arena nähern sich ihrem Ende. Schon in rund vier Wochen soll das neue Parkhaus eröffnet werden, das Stadtwerk am See hat dafür 13 Millionen Euro investiert. Das und die kostenfreien Nachbarparkplätze am Bodensee-Center zeigen Folgen bei der Gebührengestaltung.

„Ende September gibt es in Friedrichshafen neue, komfortable und barrierefreie Parkmöglichkeiten. Das Stadtwerk-am-See-Parkhaus ,Sportpark’ öffnet dann direkt neben der ZF-Arena und dem neuen Sportbad in unmittelbarer Nähe zum Bodensee-Center seine Schranken“, teilt Unternehmenssprecher Stefan Senftleben dazu mit. Dann stehen dort 420 extrabreite Stellplätze und acht Ladepunkte für E-Autos zur Verfügung. Für Frauen, Eltern mit kleinen Kindern und Personen mit eingeschränkter Mobilität werden spezielle Parkplätze angeboten.

Das Parkhaus sei nach modernsten Standards gebaut worden und besteche unter anderem durch eine sehr gute Beleuchtung, vier Fahrspuren und viele Kassenautomaten für schnelles Ein- und Ausfahren sowie ein farbliches Wegeleitsystem. Für Sicherheit rund um die Uhr sorgen Videoüberwachung sowie moderne Alarmsysteme und Lüftungsanlagen.

Das Parkhaus verfügt zudem über eine beheizte Zufahrt, damit man auch im Winter problemlos über die Rampe ein- und ausfahren kann. Eine optische Aufwertung verspricht sich das Stadtwerk von Begrünungen des Gebäudes. „Über 13 Millionen Euro hat die Stadtwerk-am-See-Unternehmensgruppe dafür investiert“, schreibt das Stadtwerk dazu. Dieses Geld soll nun durch Parkraumbewirtschaftung wieder eingespielt werden. Dabei besteht das Problem, dass die Parkplätze am Bodensee-Center bislang alle kostenfrei.

Als Reaktion haben sich die Vertreter des Center-Managements eine Kontrollmöglichkeit einfallen lassen: Drei Stunden lang soll das Parken auf den Parkplätzen des Bodenseecenters kostenlos sein, danach schreiben die Mitarbeiter der Firma Park & Control Knöllchen. Gemessen wird die Parkdauer ganz klassisch anhand der Parkscheibe hinter der Windschutzscheibe.

Mark Jarosz vom Center-Management ist bewusst, dass drei Stunden kostenfreies Parken durchaus zu kostenfreiem „Fremdparken“ beim Bodensee-Center verleiten können. Das betrifft nicht nur die Gäste des Sportbads, sondern auch der abendlichen Volleyballspiele. Um das einzuschränken, sollen die der Arena und dem Sportbad am nächsten gelegenen Parkplätze beim Burger King für Mitarbeiter des Bodensee-Centers reserviert werden. „Kunden des Bodensee-Centers werden Einspruch einlegen können, wenn sie nach Ablauf der drei Stunden ein Knöllchen bekommen“, sagt Mark Jarosz. „Sie brauchen nur den Einkaufsbon vorzulegen.“ Schranken und Parkautomaten sind beim Bodenseecenter also nicht vorgesehen. „Das wäre zu aufwendig und kompliziert“, sagt Jarosz.

Seitens des Stadtwerks am See wird auf diese Situation ebenfalls reagiert. „Die Parkgebühren sind deutlich günstiger als in der Innenstadt“, sagt Stefan Senftleben. Das Parken werde tagsüber je angefangene Stunde ein Euro, abends ab 20 Uhr nur 50 Cent kosten. Zudem werde es Dauerparkkarten für 60 Euro pro Monat und ein „Werktags-Abo“ für monatlich 40 Euro geben, bei dem man montags bis samstags bis zu 12 Stunden pro Tag parken kann.

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