Ostasiatische Bildtradition und westliche Malerei

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cof (Foto: FotoGalerie Lutze)
Schwäbische Zeitung

Die nächste Ausstellung in der Häfler Kunstgalerie Bernd Lutze, „Hyun-Sook Song - die Sammlung der Galerie (Arbeiten 1984 bis 2018)“ wird am Freitag, 15. Februar, um 20 Uhr eröffnet und dauert bis zum 30. März.

Hyun-Sook Song wurde 1951 in Südkorea geboren und wuchs dort laut Pressemitteilung der Galerie in einem Bergdorf in der Provinz Cholla/Damyang auf. 1972 ging sie – wie viele junge Koreanerinnen in dieser Zeit – als Gastarbeiterin nach Deutschland und arbeitete vier Jahre als Krankenschwesterhelferin in Bremen. In dieser Zeit wurde ihre zeichnerische Begabung entdeckt. Von 1976 bis 1981 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wo sie bis heute lebt. Zusätzlich studierte sie koreanische Kunstgeschichte 1984 bis 1985 an der Chonnam-Universität in Kwangju/Korea. Zahlreiche Ausstellungen machten sie relativ schnell bekannt, so allein je zwei Einzelausstellungen in der Kunsthalle Hamburg 1982 und 1989 und im Kunstmuseum Bern 1988 und 1997. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so zum Beispiel mit dem Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie 1983 und dem Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg 1995.

In den vergangenen Jahren stoße ihre Arbeit gerade in Ostasien auf zunehmendes Interesse, da sie in ihrem Werk ostasiatische Bildtradition mit westlicher Malerei verbinde, schreibt die Kunstgalerie weiter. Durchaus gegenständliche Motive entstehen aus wenigen Pinselstrichen, die – dem hohen Anspruch an den Künstler gemäß – nie korrigiert werden dürfen.

Dass sich der Titel des Bildes aus der Zahl der Pinselstriche und nicht aus dem Bildmotiv ergibt, zeigt, dass gegenständliches Wollen und abstraktes Denken eins sind. Bildformat und Material entsprechen europäischer Maltradition. Die Darstellung von Bambus, Häusern, Tontöpfen, Tieren, Seidengewebe und Motiven des Schamanismus beziehen sich wiederum auf ihre koreanische Heimat.

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